Neuer BMW 6er GT im ersten Test

Sie mochten den 5er GT nicht besonders? Nun, damit sind Sie wahrlich nicht allein. In den Best-of-Design-Fail-Listen ist BMWs Plus-Size-5er landauf landab ein mehr als zuverlässiger Top-Ten-Kandidat. An seinen Fähigkeiten gab es zeitlebens wenig zu bemäkeln: Ein Riesentrumm-Ding mit Platz zum Säue füttern, Komfort im Überfluss, mehr als passablem Handling und einer … ähem … Präsenz, die halb Amerika und ganz China in pure Hier-komme-ich-Ekstase versetzt haben muss. Bei uns hingegen firmierte der arme, unverstandene 5er GT eher als plump-protzige Mega-Wuchtbrumme für alle Feinde von Anstand und Geschmack. Schluß damit, muss sich auch BMW irgendwann gedacht haben. Konzept: gut. Umsetzung: ausbaufähig. Also ran an den Speck. Wohlstandswampe abfeilen, Eleganz erhöhen und für mehr Luxus- und Statusgefühl eine größere Zahl an den Deckel kleben. Das Ergebnis: der neue 6er GT.

Noch immer nicht sehr subtil
Aber bleiben da nicht die alten Probleme? Und wozu brauche ich sowas? Berechtigte Fragen. Vor allem beim ersten Blick aufs Datenblatt. Heidenei, man konnte es fast ahnen: Mit 5,09 Meter ist der Neue ganze 8,7 (!) Zentimeter länger als das alte Riesenbaby. Immerhin ist er gleich breit (1,90 Meter) und ein gutes Eck flacher, fällt vor allem hinten deutlich schnittiger ab. Das verleiht ihm mehr coupéige Gestrecktheit und vermutlich auch mehr Subtilität. Wie subtil dieser noch immer sehr rubenshafte Vollleib tatsächlich wirkt, entscheiden Sie am besten für sich selbst. Klar, gegenüber ...