105 Grad am Nachmittag: Unterwegs im Alfa 8C Spider

Es ist alles eine Frage der Temperatur: Die Anzeige im Alfa 8C Spider zeigt, dass der Motor mit 105 Grad seine optimale Betriebstemperatur erreicht hat. Meine Körperwärme liegt gefühlt mindestens genauso hoch, denn auf der rund 75 Kilometer westlich von Mailand gelegenen Alfa-Teststrecke in Balocco flimmert der Asphalt bei 34 Grad und ich sitze am Steuer des heißesten Alfas der letzten drei Jahrzehnte.

Traditionspflege mal anders
Doch der Reihe nach: Am Anfang stand der geschlossene Alfa 8C Competizione, dessen Cabrio-Version namens 8C Competizione Spider Anfang 2008 gezeigt wurde. Nun werden die ersten von nur 500 Exemplaren ausgeliefert, doch netterweise hat man bei Alfa noch zwei Stück zum Fahren übrig. Mit der Modellbezeichnung, die übrigens stets italienisch ,Otto tschi" ausgesprochen wird, knüpft Alfa an die Tradition des Hauses an: In den 1930er- und 1940er-Jahren zierte die Abkürzung jene Renn- und Straßenmodelle, die mit dem leistungsstarken Achtzylinder aus der Feder von Vittorio Jano ausgestattet waren.

Ein Spider zum Träumen
Das Design des Alfa 8C Spider stammt aus der hauseigenen Designabteilung. Der erste spontane Gedanke: Das hätten Pininfarina oder Bertone auch nicht besser hinbekommen. Optisch erinnert der offene 8C an den berühmten Tipo 33 Stradale von 1967. Die sanft abfallende Motorhaube wird von zwei Sicken betont, die im markentypischen ,Scudetto" zusammenlaufen. In den geschwungenen Kotflügeln befinden sich die serienmäßigen Bi-Xenon-Scheinwerfer, die...