Ab durch die Mitte!

So einer hat uns gefehlt: Ein kleiner Mittelmotorsportler, der jede Menge Spaß macht. Der quasi mal wieder so einer ist, den die kleinen Jungs von Matchbox wollen und von dem die Größeren auch tagsüber träumen. Der neue Alfa Romeo 4C ist so ein volkstümlicher Bolide und wer die Chance hat, damit eine Serpentinenstrecke hoch und runter zu heizen, den Motor mit seinem röhrenden Sound im Rücken zu haben und die Kurven so zu nehmen, wie sie kommen, wird nur schweren Herzens wieder aussteigen. Allerdings kann das mit dem Aussteigen kann auch daran liegen, dass nicht nur das Herz schwer ist, sondern das Aussteigen an sich eine Angelegenheit ist, die geübt werden will, ebenso natürlich wie das Einsteigen. Breite Schweller und eine Höhe von nur 1,18 Meter erfordern von einem etwas kräftigeren Mitteleuropäer einige Verrenkungen, bis er sich in den Sportsitz gefädelt hat.

Bassig-brüllender Sound
Der 4C ist ein 3,99 Meter kurzer Bolide, der von einem 1.750-Kubikzentimeter-Turbobenziner befeuert wird. Die aus der Giulietta abgeleitete Maschine sitzt in Mittelmotorbauweise quer vor der angetriebenen Hinterachse, die Kraft wird von einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe übertragen. Und schon beim ersten Ausritt auf Strecken durchs oberitalienische Land keimte der leise Verdacht, dass der kompakte Racer alles andere als ein Brot-und-Butter-Auto ist. Sondern einer, der das Zeug zum begehrten Klassiker hat – so wie der Rundheck-Spider, der mit Dustin Hoffmann im Hollywood-Streifen ,Die Rei...