Lohnt sich die offene Alfa-Sünde?

Es ist wirklich verflucht schwer, etwas zu bauen, dass schöner ist als ein Alfa Romeo 4C. Irgendwie haben es die Zeichenbrett-Götter mit der Schlange und dem Kreuz im Firmenstempel trotzdem geschafft. Sagen Sie ein sexy-luftiges Hallo zum Alfa Romeo 4C Spider. Ja richtig, man hat das beeindruckend radikale Carbon-Monocoque des 4C Coupé einfach mal aufgeschnitten. Und offenbar war an der Steifigkeits-Front gar nicht so viel im Argen, denn trotz der ein oder anderen Verwindungsmaßnahme am Kohlefaser-Gestell legt der Spider um gerade mal 43 Kilo zu. Nun stehen trocken also nicht mehr 895 sondern Neunhundertpaarunddreißig Kilo auf dem Datenblatt.

Verdeck fast wie bei Lotus
Einen kleinen Anteil am Gewichtsplus hat auch der sieben Kilo schwere Verdeck-Streifen, der beim Öffnen und Schließen glücklicherweise nicht ganz an den Fingerbruch-Faktor eines Lotus-Stofffetzens heranreicht. Ansonsten wurde alles, was in irgendeiner Weise die Performance beeinflusst, eins zu eins vom Coupé übernommen. Fahrwerkslayout oder die Feder- und Dämpferraten sind ebenso identisch wie der 1,75-Liter-Turbo-Vierzylinder mit 240 PS und die Sechsgang-Doppelkupplung, die an ihm dranhängt. Nicht einmal die harten Stammtisch-Fakten haben unter der Spider-Werdung gelitten. Offen wie geschlossen fliegt der 4C in 4,5 Sekunden auf 100 km/h und läuft 257 km/h Spitze.

Alles wundervoll, oder?
Das ist alles ganz und gar wundervoll und auch wir feiern Alfa dafür, dass man die ,Testicoli" hatte, quasi aus dem Nich...