Caramba, Cupra, olé

Kaum, dass der Fuß das Gaspedal berührt, erwacht der Cupra aus der Siesta. Er röhrt und dröhnt, er blabbert, er drängt vorwärts. Das ist gut, denn wer die sportliche Speerspitze einer Baureihe sein will, der muss ordentlich Feuer unterm Hintern haben – beziehungsweise PS unter der Haube. Beim Ibiza Cupra sind es 180 Pferdchen, bereitgestellt vom 1,4-Liter-Benziner mit doppelter Aufladung. Der treibt den temperamentvollen Spanier auf bis zu 228 km/h Höchstgeschwindigkeit und aus dem Stand in 6,9 Sekunden auf hundert km/h. Eigentlich zu schade, um im Innenstadtverkehr von Barcelona gemütlich von Ampel zu Ampel zu schleichen.

Spanisches Temperament
Das Jagdrevier des Kraftprotzes befindet sich auf kurvigen Straßen im Hinterland seiner spanischen Heimat. Wenn die Umrisse der Sagrada Familia im Rückspiegel verschwinden, riecht der Cupra den Duft der Freiheit und sprintet los. Das Drehmoment von 250 Newtonmeter liegt auf einem breiten Band von 2.000 bis 4.500 Umdrehungen an und verleiht dem Kleinen ordentlich Wumms, ddas bewährte VW-Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe hält ihn gut auf Zug und erlaubt Gangwechsel ohne spürbare Zugkraftunterbrechung.

Sportlerherz
Das Sportfahrwerk ist im Vergleich zum Serien-Ibiza zwei Zentimeter tiefer gelegt. Der niedrigere Fahrzeugschwerpunkt und das elektronische Quer-Sperrdifferential lassen den spanischen Heißblüter so selbstbewusst durch die Kurven stolzieren wie ein Torero durch die Arena. Die Lenkung könnte einen Ticken direkter sein, die B...