Renaults Raumfähre: Der neue Renault Grand Scénic im Test

Frankreich ist eine Raumfahrernation. Allerdings nicht im Sinne von Raketen, sondern in Bezug auf geräumige Vans. Speziell Renault hat sich besondere Verdienste bei den Großraumfahrzeugen erworben, schließlich war man 1984 mit dem Espace Vorreiter in jenem Segment, welches wir heute als Van bezeichnen. Auch in der Kompaktklasse war man früh mit einem Familienfahrzeug vertreten, im Jahr 1996 startete der Scénic. Erst 2004 kam die verlängerte Ausführung namens Grand Scénic auf den Markt, dessen Nachfolger wir jetzt getestet haben.

Mehr Aufmerksamkeit
Auf den ersten Blick wirkt der Umstand ungewöhnlich, dass der Grand Scénic bereits zwei Monate vor seinem kürzeren Schwestermodell, das im Juni 2009 erscheint, erhältlich ist. Renault begründet den Schritt damit, dass viele Kunden den großen Scénic gar nicht auf dem Zettel haben und er so aus dem Schatten des kleineren Kollegen heraustreten soll. Größenmäßig liegen 22 Zentimeter zwischen den beiden, in der Höhe gibt es beim Grand Scénic vier Zentimeter mehr, während die Breite bei beiden gleich ist. Die optischen Unterschiede betreffen das größere dritte Seitenfenster und andere Rückleuchten. Im Fall des großen Scénic sind sie bumerangförmig ausgeführt und verleihen dem Heck mehr Pep. Im Gegensatz dazu steht die glattflächige Frontpartie, die im positiven wie negativen Sinne wenig aufregend ist.

Grenzen der Bequemlichkeit
Doch genug der Formalkritik, speziell bei einem Kompaktvan zählen die inneren Werte. Daher nehmen wir Platz ...