Günstiger Stufen-Einstieg

Opel Rekord, Ford Taunus, Wartburg 353: Ende der 1970er-Jahre waren Stufenheck-Autos omnipräsent. Und heute? Unterhalb der Mittelklasse spielt diese Karosserieform kaum noch eine Rolle. VW Jetta oder Mazda 3 heißen die letzten Mohikaner. Mit dabei ist auch der Renault Fluence.

Der packt was ein
Mit Nachdruck unterstreicht Renault, dass es sich beim in der Türkei gebauten Fluence keineswegs um einen simplen Mégane mit Stufenheck handelt. Das mag man sehen, wie man will, zumindest von vorne ist eine gewisse Nähe zum Mégane vorhanden. Insgesamt gibt sich der Fluence aber angenehm eigenständig, vom Stuhl reißt die Optik jedoch keinen. Bei Limousinen schätzen die Kunden vornehmlich die inneren Werte. Hier kann der Fluence einiges bieten: In den Kofferraum passen im Normalzustand üppige 530 Liter, bei Mehrbedarf müssen jedoch sowohl Lehnen als auch Sitzflächen umständlich vorgeklappt werden. Ein weiterer Kritikpunkt: Beim Öffnen schnellt der Heckdeckel nach oben, muss aber danach per Hand in die Senkrechte gedrückt werden.

Rabauke unter der Haube
Im Innenraum werden die Passagiere von relativ schlicht wirkenden Kunststoffen empfangen, die aber solide verarbeitet sind. Abzüge gibt es für das optional erhältliche TomTom-Navi: Es muss umständlich per Fernbedienung programmiert werden. Rätselhaft ist auch, warum der Tempomat durch einen Knopf zwischen den Vordersitzen aktiviert wird. Apropos Sitze: Sie machen mit ihrer unbequemen Ausformung im Rückenbereich auf längeren Strecken kein...