Die Reichweite eines Elektroautos hängt nicht mehr nur von der Größe seiner Batterie ab. Der BMW iX3 führt die Rangliste mit 586 km an, verfügt aber auch über den größten Energiespeicher des gesamten Tests, nämlich 108,7 kWh. Noch aussagekräftiger ist das Ergebnis des Mercedes CLA, der nur 9 Kilometer hinter dem BMW liegt, obwohl ihm mehr als 20 kWh weniger zur Verfügung stehen. Das zeigt, wie Aerodynamik, Elektronik und Energiemanagement im Vergleich zur bloßen Batteriekapazität immer entscheidender werden.
Auch das Tesla Model Y bestätigt seine Qualitäten: Mit einer 77-kWh-Batterie erreicht es 495 km reale Reichweite, praktisch auf dem Niveau des smart #5, der dagegen über 94 kWh verfügt. Tesla bleibt damit ein Maßstab in Sachen Effizienz, doch die vielleicht interessanteste Erkenntnis betrifft die Fähigkeit von Marken wie Mercedes, sehr ähnliche Effizienzniveaus zu erreichen.
Bei den Kompaktwagen schließlich zeigen sich besonders ermutigende Ergebnisse. Der Ford Puma Gen-E erweist sich ex aequo mit dem Mercedes CLA als das effizienteste Auto des Tests und bleibt bei 14 kWh/100 km, während Leapmotor T03 und BYD Dolphin Surf ihre jeweiligen im WLTP-Zyklus angegebenen Werte sogar unterbieten. Ein klares Zeichen dafür, dass für die Stadt konzipierte Elektroautos eine bemerkenswerte technische Reife erreichen, wenig verbrauchen, die Rekuperation im Verkehr wirksam nutzen und im realen Einsatz, für den sie entwickelt wurden, die von den jeweiligen Herstellern angegebenen Erwartungen einhalten oder mitunter sogar übertreffen können.