Elektroauto Opel Ampera-e im Test

Erstens schweineteuer und zweitens zu wenig Reichweite: Das sind die üblichen Argumente, wenn es um Elektroautos geht. Zumindest den letzten Einwand wischt der neue Opel Ampera-e vom Tisch: 520 Kilometer Reichweite (im NEFZ-Zyklus) sind genug für einen Tagesausflug von München in die Alpen und zurück oder auch für die Fahrt von Berlin zur Ostsee. Aber wie realistisch sind solche Kilometerangaben? Wir haben den Wunder-Opel getestet.

370 Kilometer Reichweite sind realistisch
Lassen Sie mich – da die Reichweite beim Ampera-e so wichtig ist – ausnahmsweise mal am Schluss beginnen: Als ich aus dem Elektro-Opel aussteige, bin ich laut Kilometerzähler 136 Kilometer gefahren und die Restreichweite liegt bei 237 Kilometer. Zusammen sind das 373 Kilometer. Das entspricht fast exakt den 380 Kilometer, die Opel als realistische Reichweite angibt. Nicht 520 Kilometer also, aber auch 370 oder 380 Kilometer sind super. Besonders, weil ich mich keineswegs um eine besonders energiesparende Fahrweise bemüht habe.

Je voller, desto schnell
Dass ich nicht verbrauchsbewusst gefahren bin, liegt auch daran, dass sich das Beschleunigen so gut anfühlt. Die 204 PS und die 360 Newtonmeter aus dem Datenblatt glaube ich Opel gerne. Damit sprintet der Ampera-e in 7,3 Sekunden auf Tempo 100 – exakt so schnell wie der BMW i3. Ampera-e-Chefingenieur Rainer Bachen meint: ,Er müsste sogar noch ein bisschen besser gehen, denn wir haben die Beschleunigung bei 70 Prozent Ladung gemessen, BMW aber bei 100 Prozent...