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Elektrische Alpine A310 (2028) als Mule erwischt

Die Bezeichnung A310 gab es bereits zwischen 1971 und 1985

Alpine A310 (2028) als Mule erwischt
Bild von: Automedia

Auf die erste Alpine A110 folgte 1971 als Ergänzung und sukzessive Ablösung die größere A310. Über fünf Jahrzehnte später scheint sich das Spiel zu wiederholen. Allerdings unter anderen Vorzeichen: Die Neuauflage der A310 wird rein elektrisch. Damit folgt die neue A310 der A290 und A390. Jetzt wurde ein Versuchsträger ("Mule") bei Wintertests aufgespürt. 

Das Design wird voraussichtlich die klassische Silhouette des A310 beibehalten, die sich durch ihre schlanken Linien und ihr aerodynamisches Profil auszeichnet, aber auch moderne Elemente enthalten. 
Unsere Fotografen im Norden Skandinaviens haben jetzt die ersten Bilder eines scheinbar frühen Testfahrzeugs der neuen A310 aufgenommen.

Bildergalerie: Alpine A310 (2028) als Mule erwischt

Sie wird auf der gleichen Alpine Performance Platform (APP) basieren wie das kommende elektrische A110 Coupé, das 2027 auf den Markt kommen soll. Beide haben unter anderem den künftigen elektrischen Porsche 718 Cayman im Visier.

Die leistungsorientierte APP-Architektur wurde so konzipiert, dass sie so konfigurierbar wie möglich ist. Sie wird die Grundlage für einen kompakten Viersitzer bilden, der nach Aussage der Alpine-Chefs durch seine ansprechende Fahrdynamik zu einer "Ikone künftiger Sportwagen" werden soll. Als Vorbild in Sachen Leistung könnte der Renault 5 Turbo 3E dienen, der 2027 in Kleinserie geht.

Und zwar mit Radnabenmotoren. Renault rühmt sich damit, dass man das Rennen ums allererste Serienauto mit einem solchen Antrieb gewinnen wird. Die beiden mit einem externen Partner entwickelten Maschinen sitzen direkt an den Hinterrädern und leisten jeweils 200 kW. Die Systemleistung beträgt demnach 400 kW (540 PS). Renault spricht zudem von 4.800 Nm Drehmoment am Rad. Die 70-kWh-NMC-Batterie sitzt zentral im Boden.

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Bild von: Renault

Durch das Andocken von Alpine könnte Renault die Technik skalieren und breiter ausrollen, was die Kosten senken würde. Vermutlich aber nur bei der neuen A110, die ebenfalls 2027 startet. Hinsichtlich der A310 wird Alpine-Marketingdirektor Bruce Pillard zitiert: "Wenn alle unsere zukünftigen Modelle elektrisch sein werden, dann werden sie echte Alpines sein. Sie werden die DNA der Agilität und Leichtigkeit haben. Selbst wenn es sich um ein Elektroauto mit einer Batterie im Inneren handelt, wird man die Leichtigkeit spüren. Das ist sehr wichtig."

Design-Direktor Antony Villain fügte hinzu: "Wir wollen einen 2+2-Sportwagen machen, und natürlich hatten wir irgendwann in der Vergangenheit den A310, also werden wir diese beiden Ideen zunächst zusammenbringen. Unsere Arbeit besteht nun darin, die APP-Plattform zu entwerfen." Das endgültige Design wird irgendwann im Sommer oder Herbst dieses Jahres fertig sein.

Alpine A310 (2028) als Mule erwischt

Alpine A310 (2028) als Mule erwischt

Bild von: Automedia

Die Entscheidung, den A310 zu einem Viersitzer zu machen, steht im Einklang mit der transformativen Initiative von Alpine, sich von einem Nischenhersteller zu einem wichtigen Volumenhersteller auf der Weltbühne zu entwickeln. Pillard sagte, die A310 sei ein Sinnbild für das Streben von Alpine nach Massenattraktivität: "Die A110 ist in der Stückzahl begrenzt, weil sie ein Zweisitzer ist, und wir wissen, dass zwei zusätzliche Sitze in einem Auto einen großen Unterschied machen."