Hyundai investiert in Deutschland
Die Koreaner glauben an den Standort - ganz im Gegensatz zu unseren eigenen Herstellern ...
Der Automobilstandort Deutschland tut sich schwer. Vor allem aus den eigenen Reihen sieht sich unser einst so mächtiges Industrieland mit harter Kritik und abwandernden Herstellern konfrontiert. Nun kommt ausgerechnet aus Korea ein klares Bekenntnis zu Deutschland: Hyundai investiert hier in erweiterte Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Bravo!
Während unsere deutschen Marken ihre Autos mittlerweile lieber woanders bauen und sogar Ikonen wie der Golf demnächst in Mexiko vom Band laufen oder aber mächtige CEOs wie Mercedes-Chef Ola Källenius den hohen Krankenstand in Deutschland beklagen, kann man sich im fernen Korea - wo man bekanntermaßen auf Disziplin und Kosteneffizienz sehr viel Wert legt - offenbar bestens mit Deutschland als Standort arrangieren. Hyundai wird demnächst den neuen "Square Campus" im Europe Technical Center in Rüsselsheim eröffnen und erweitert auch das Testcenter am Nürburgring.
"Deutschland ist nach wie vor das schlagende Herz der europäischen Automobilindustrie!"
In Rüsselsheim entsteht auf über 25.000 Quadratmetern eine der modernsten Entwicklungsanlagen Europas. Der „Square Campus“ wird den bislang größten NVH-Prüfstand (Noise, Vibration and Harshness) des Konzerns beherbergen sowie hochmoderne Fahrwerks- und Antriebsstrang-Teststände bieten. Im Fokus stehen die Optimierung von Elektrofahrzeugen, die Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und die Elektrifizierungstechnologien der Zukunft. Die Anlage soll nicht nur den technologischen Vorsprung von Hyundai sichern, sondern auch maßgeschneiderte Lösungen für die anspruchsvollen europäischen Märkte liefern.
„Die Erweiterung unserer Einrichtungen unterstreicht die zukunftsorientierte Denkweise, die uns bei der Hyundai Motor Group antreibt. Wir bewegen uns ständig vorwärts, motiviert durch die Herausforderung, Grenzen zu verschieben, um größere Erfolge zu erzielen. Deutschland ist nach wie vor das schlagende Herz der europäischen Automobilindustrie“, betont Tyrone Johnson, Managing Director des Hyundai Motor Europe Technical Center (HMETC).
Der „Square Campus“ verbindet technologische Exzellenz mit einem klaren Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Umweltfreundliche Baumaterialien, Photovoltaikanlagen und Wärmepumpensysteme gehören zur Grundausstattung. Gleichzeitig sorgt die Integration von Dachgärten, hybriden Arbeitsplätzen und intelligenten Arbeitssystemen für ein inspirierendes Arbeitsumfeld.
„Mit unseren erweiterten Einrichtungen bieten wir ein Zentrum für kreative Zusammenarbeit. Sie verfügen über die Ressourcen und fortschrittlichen Technologien, die sie brauchen, um Grenzen zu überschreiten und eine dynamischere, vernetzte Zukunft für die europäische Automobillandschaft zu gestalten“, so Johnson weiter.
Auch am Nürburgring legt Hyundai nach: Die Erweiterung des seit 2013 betriebenen Testzentrums um weitere 834 Quadratmeter untermauert die Ambitionen des Konzerns, Innovationen im Hochleistungs- und Elektromobilitätsbereich weiter voranzutreiben. Die legendäre Rennstrecke ist seit über einem Jahrzehnt ein zentraler Bestandteil der Hyundai-Entwicklungsarbeit, insbesondere bei Dauerhaltbarkeitstests und Performance-Fahrzeugen. „Diese Erweiterung ist ein wichtiger Schritt hin zur Infrastruktur, die für die Zukunft der Mobilität benötigt wird“, erklärt Johnson.
Hyundai verfolgt das Ziel, bis 2035 ausschließlich emissionsfreie Fahrzeuge in Europa anzubieten. Die umfassenden Investitionen in Deutschland sollen zudem neue Karrierechancen, insbesondere in Bereichen wie elektrischen Antriebssträngen, ADAS und Fahrzeugdynamik schaffen. Mit diesem Ausbau stellt Hyundai klar: Die Zukunft der Mobilität wird in Deutschland mitgestaltet. Wäre schön, wenn sich unsere eigenen Hersteller auch so klar positionieren würden ...
Quelle: Hyundai
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