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Ford will rund 4.000 Arbeitsplätze in Europa streichen

Der Großteil der Maßnahmen bis Ende 2027 betrifft Standorte in Deutschland und England

Ford plant Stellenabbau in Europa

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Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

20. Nov. 2024 um 15:34 Uhr

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Es läuft nicht gut für Ford in Europa. In Deutschland liegt der Marktanteil im Pkw-Bereich aktuell bei nur noch 3,6 Prozent. Ein Grund: Beliebte Modelle wurden gestrichen, gleichzeitig schlagen die neuen Elektroautos Explorer und Capri nicht so gut ein wie erhofft. Deswegen plant man nun einen weiteren massiven Stellenabbau.

In einer Pressemitteilung, die Ford heute veröffentlicht hat, heißt es: "Die Ford Motor Company hat heute Pläne zur Restrukturierung und Kostenentlastung seines Europa-Geschäfts angekündigt, um so ein nachhaltiges und langfristiges Wachstum in Europa sicherzustellen. Besonderer Fokus gilt dem Pkw-Segment, in dem Ford in den vergangenen Jahren in Europa hohe Verluste verzeichnet hat. Das Segment steht unter Druck durch die hohen Kosten der Umstellung auf Elektroautos, neue Konkurrenten und strenge CO2-Emissionsziele."

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Ford Capri (2025) im Test

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Quelle: Ford

Das Unternehmen plant vorbehaltlich der Konsultationen mit den europäischen Sozialpartnern den Abbau von rund 4.000 Stellen in Europa bis Ende 2027. Der Großteil der Maßnahmen betrifft Standorte in Deutschland und England. In den anderen europäischen Märkten sind nur geringfügige Veränderungen geplant.

Darüber hinaus passt Ford aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Lage in Europa und der schwachen Nachfrage nach Elektroautos das Produktionsprogramm für den neuen Explorer und Capri weiter an. Dies wird im ersten Quartal 2025 zu zusätzlichen Kurzarbeitstagen im Werk in Köln führen. Interessant dabei: Noch 2023 hatte die IG Metall bis zum 31.12.2032, also für rund 10 Jahre, betriebsbedingte Kündigungen bei Ford in Deutschland ausgeschlossen. 

Marcus Wassenberg, Geschäftsführer der Ford-Werke GmbH, sagt: "Ford ist seit mehr als 100 Jahren in Europa aktiv. Wir sind stolz auf unser neues Produkt-Portfolio in Europa. Wir wollen auch für zukünftige Generationen ein starkes Geschäft in Europa betreiben."

1980: Zum 10-jährigen Werks-Jubiläum läuft das zweimillionste Fahrzeug – ein Fiesta – in Saarlouis vom Band.

Goldene Zeiten anno 1980: Zum 10-jährigen Werks-Jubiläum läuft das zweimillionste Fahrzeug – ein Fiesta – in Saarlouis vom Band.

Wassenberg weiter: "Wir müssen daher schwierige, aber entschlossene Maßnahmen zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit von Ford in Europa umsetzen."

Ford bekenne sich klar zu Europa. Das Unternehmen habe in den vergangenen vier Jahren bedeutende Investitionen getätigt, um sein Geschäft in Europa zu transformieren. Allein in Köln habe Ford in den vergangen Jahren zwei Milliarden US-Dollar in den Umbau des Werks, in die Umschulung Tausender Mitarbeiter und die Fertigung elektrischer Fahrzeuge investiert.

Der Fokus liegt nun auf Fahrzeugen, die durch erstklassige Software und ihr ikonisches Design überzeugen und sich klar vom Wettbewerb abheben. Nur nicht mehr auf dem Focus, dessen Produktion 2025 in Saarlouis endet. durch die Schließung des Werks fallen gut 3.000 Arbeitsplätze weg. 

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Fords zukünftiges Europa- Geschäft soll auf drei Säulen basieren:

Wird der Umbau gelingen? Oder verschwindet Ford langfristig in Deutschland wie einst Borgward? Während die Nutzfahrzeug-Sparte stabil ist, machen immer Wettbewerber aus China der Pkw-Sparte zu schaffen. Allerdings trägt Ford auch einen großen Anteil an der Krise selbst, in dem man den Mondeo in Europa aus dem Programm nahm und insbesondere die Fertigung des Fiesta nach 47 Jahren ersatzlos einstellte. 

Quelle: Ford Deutschland , IG Metall Köln-Leverkusen

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