Jaguar Land Rover entwickelt Sitze mit Elektro-Massagefunktion
Kleine Elektromotoren sollen Ermüdung bekämpfen
Jaguar Land Rover (JLR) entwickelt einen Autositz "mit bahnbrechender Verformungs-Technologie". Er soll das Wohlbefinden steigern und Gesundheitsrisiken sowie Ermüdung der Muskulatur durch lange Autofahrten mindern.
Bei normalen Massagesitzen werden Luftpolster aufgepumpt und wieder entlüftet. Dagegen fungieren bei den JLR-Sitzen so genannte Aktoren als Kernelement, die im Kunststoffschaum des Sitzes stecken. Wobei es sich dabei handelt, teilt JLR nicht mit, aber meist sind mit Aktuatoren Elektromotoren gemeint. Sie erzeugen jedenfalls kleine Bewegungen, die auf das Hinterteil des Fahrers einwirken.
Der Sitz simuliert das so genannte Beckenpendeln beim Gehen. Das Bild von JLR (siehe oben) zeigt zwei Streifen-Elemente auf der Sitzfläche. Diese dürften abwechselnd in Aktion treten. Offenbar wird einmal die linke Gesäßseite angehoben und dann die rechte – so entstünde jedenfalls eine Pendelbewegung ähnlich der des Beckens beim Gehen.
Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sitzen viele Menschen zu oft. Dies führt zu Muskelverkürzungen in Beinen, Hüfte und Gesäß sowie in der Folge zu Rückenschmerzen. Die durch diese Lebensweise geschwächten Muskeln erhöhen außerdem das Verletzungsrisiko bei Stürzen oder führen schneller zu Zerrungen.
Jaguar Land Rover verbaut in seinen Modellen bereits Sitze, die nach ergonomischen Erkenntnissen gestaltet wurden. Sie verfügen über eine Vielzahl an Einstellmöglichkeiten, bieten Massagefunktionen sowie Sitzheizung und -kühlung.
Aber auch der Fahrer kann einiges für richtiges und gesundes Sitzen im Auto tun. Dazu gehört die richtige Einstellung für eine optimale Sitzposition inklusive idealer Schulterpositionierung. Wirbelsäule und Becken sollten zur Entlastung der Oberschenkel und zur Vermeidung von Druckstellen möglichst gerade bleiben. Auch kleine Maßnahmen, wie das Entfernen größerer Gegenstände aus Hosen- und Jackentaschen, können helfen.
Auch sonst bemüht sich JLR um Innovationen für mehr Komfort. So befassten sich die Briten bereits mit der Bekämpfung der Reisekrankheit oder der Nutzung von UV-Licht zur Eliminierung von Erkältungs- und Grippeviren im Fahrzeug.
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