Mit allen Wassern gewaschen: 50 Jahre Autowaschanlage
Eine Idee aus Deutschland: Der Erfinder erinnert sich
Anfänge mit Wasser und Sägemehl
Doch bis dahin ist es ein schwieriger Weg, wie sich Gebhard Weigele heute erinnert: ,Da wir zu jener Zeit nicht an Waschbürsten gedacht haben, haben wir versucht, das Auto mit einem Wasser-Sägemehl-Gemisch abzuspritzen. Das Auto wurde durch den abrasiven Effekt sauber, aber Sägemehl war nicht geeignet, da es mit dem Schmutz schwer wurde und nicht im Waschwasserkreislauf gehalten werden konnte. So haben wir es dann mit Korkmehl versucht. All dieses Material trat jedoch in Ritzen und Schlitze des Fahrzeuges ein und war kaum wieder zu entfernen. Wir fingen hinsichtlich der Entwicklung der Auto-Waschmaschine also wieder bei Null an."
Immer weitere Innovationen
Die erste automatische Waschanlage von 1962 ist eine Zweibürsten-Anlage, die während des Reinigungsvorgangs auf Schienen um das stehende Fahrzeug herumkreiste. Bereits 1963 folgt ein Modell mit drei Bürsten, diese Zahl ist noch heute am verbreitetsten. Später kommen als weitere Innovationen Waschanlagen mit integriertem Trockner oder die Unterbodenwäsche hinzu. Weigele und Sulzberger gründen parallel zu ihrer Erfindung die Wesu GmbH (später Wesumat), die mit Verkäufen und Lizenzvergaben finanziell erfolgreich wird. Einer dieser Lizenznehmer ist Alois Nickl mit seiner Firma Kleindienst. Er entwirft die fahrbare Portalwaschanlage mit Bürsten, wie sie heutzutage am häufigsten anzutreffen ist. Kleindienst und Wesumat verschmelzen im Jahr 2000 zum weltweiten Marktführer WashTec. Gebhard Weigele wäscht auch mit 81 Jahren seine Autos mindestens einmal in der Woche in zwei von ihm entwickelten Anlagen. So kann er weiterhin fortlaufend an der Technik tüfteln.
Bildergalerie: Sauberes Jubiläum
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