Elektro-Lieferwagen soll schon 2017 ausgeliefert werden

Nerven Sie auch die ständig vor ihrer Haustür entlang nagelnden Transporter der Paketdienste? Damit könnte bald Schluss sein, wenn es nach VW geht. Auf der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover (22. bis 29. September 2016) zeigt die Marke den elektrischen e-Crafter.

Auch elektrisch immens viel Platz
Natürlich dreht sich auf dem VW-Stand in Hannover alles um die komplett neue Eigenentwicklung Crafter und dessen Schwestermodell, den MAN TGE. Trotzdem überrascht der e-Crafter, der laut VW-Nutzfahrzeugchef Eckhard Scholz schon von Entwicklungsbeginn an fest eingeplant war. Sehen wir uns die wichtigsten Eckdaten einmal an. Natürlich gelten hier andere Parameter als bei Elektro-Pkw, vor allem wegen des Laderaums. Durch die Platzierung der Batterien unterhalb des Ladebodens bleibt er komplett erhalten: Im Klartext: 11,3 Kubikmeter Stauvolumen und eine Höhe von 1,96 Meter. Die Durchladebreite zwischen den Radkästen beträgt 1,38 Meter und die maximale Länge des Laderaums 4,85 Meter. Das Leergewicht des e-Crafter gibt VW mit 2.541 Kilogramm an, für die Zuladung bleiben 1,7 Tonnen übrig.

Ausreichendes City-Tempo
Rasante Transporter-Duelle auf der Autobahn sind indes nicht möglich, denn der für den innerstädtischen Lieferverkehr konzipierte e-Crafter schafft nur 80 km/h. Sein Elektroantrieb ist 100 Kilowatt (gleich 136 PS) stark, noch wichtiger ist das maximale Drehmoment von 290 Newtonmeter aus dem Stand. Das Batteriepaket besteht aus 312 Lithium-Ionen-Zellen mit einer Gesamtkapazität von 43 Kilowattstunden, genug für eine Reichweite von 208 Kilometer. Für die Zukunft sollen aber auch Konfigurationen für bis zu 400 Kilometer möglich sein. Je nach Auflademöglichkeit sind die Akkus nach 45 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt.

Bereits 2017 in Serie?
Von außen hebt sich der e-Crafter durch eine blaue Leiste im Grill von seinen konventionellen Brüdern ab. Tagfahrlichter in C-Signatur schlagen die Brücke zu den anderen E-Autos von VW. Interessant: Der auf der IAA noch als Studie deklarierte e-Crafter weist in seinem Inneren eine Service-Station zum Aufladen der Akkus von speziellen Cargo-E-Bikes auf. Abgesehen davon ist das Fahrzeug recht seriennah, so dass Nutzfahrzeug-Boss Scholz verspricht: ,Bereits im Jahr 2017 wird der erste e-Crafter in Kundenhand sein."

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