Griff nach den Sternen

Wissen Sie, was ein ,50-Meter-Gefühl" ist? Ich wusste es auch nicht so recht, aber in England scheint dieser Begriff recht beliebt zu sein. Jaguars Entwickler verwenden ihn permanent, wenn es um ihren neuen Mittelklasse-Heilsbringer XE geht. Mit dem ,50-Meter-Gefühl" ist folgendes gemeint: Wenn Ihnen der Händler Ihres Vertrauens in seinem Innenhof den Schlüssel zu einer Probefahrt in die Hand drückt, sollen Sie schon beim Verlassen seines Grundstücks ein Gefühl dafür haben, ob Ihr potenzieller Neuer ein echter Glücksgriff oder der letzte Schrott ist. Jaguar hat beim XE ziemlich viel dafür getan, dass Sie eher in Glücksgriff-Stimmung verfallen und am besten sofort vergessen, dass sie ja eigentlich einen 3er BMW oder eine Mercedes C-Klasse kaufen wollten.

Alu-Meister
Die Basics sollten also stimmen. Dafür hat Jaguar wirklich extrem investiert. Alles (und ich meine alles) am XE ist neu. Tausende neue Jobs wurden geschaffen, es gibt ein neues Motorenwerk, in dem die ebenfalls neuen und super sauberen ,Ingenium"-Modul-Aggregate gebaut werden und natürlich steht die Mittelklasse-Limousine auch auf einer komplett neuen Plattform. Die Karosse besteht zu über 75 Prozent aus Aluminium (das schafft derzeit kein anderer Wettbewerber) und wird nicht mehr punktgeschweißt, sondern wie in der Luft- und Raumfahrt genietet und strukturgeklebt. Sie ist daher besonders leicht und steif. Der XE ist 20 Prozent steifer als der große Bruder XF und sein Rohbau wiegt nur 253 Kilo. Auch das schafft l...