BMW G 310 GS – Klein und fein?!

Das neueste Motorrad von BMW ist schon auf den ersten Blick als GS zu erkennen. Der typische Entenschnabel und die Tankverkleidung sind nun mal auffällig. Nach dem Aufsitzen bemerkt man sofort die gute Verarbeitung und Ergonomie, man sitzt gut, alles ist am rechten Platz und erscheint sehr wertig. Ein kleines Windschild und eine stabile Gepäckbrücke sind Serie, genau wie eine 41er-USD-Gabel mit einem Federweg von 180 Millimeter. Mit ihrem dicken 150er-Hinterradreifen in einer Aluschwinge und einem voluminösen Schalldämpfer kommt die kleine GS doch sehr stattlich daher.

Angenehmer Sound
Die GS springt problemlos an, der Sound ist angenehm und nicht zu aufdringlich. Wegen der Airbox direkt vor dem Tank ist es für den Fahrer allerdings etwas lauter. Der Zylinderkopf des 313 Kubikzentimeter großen Einzylinders ist ja um 180 Grad gedreht und somit wird vorne angesaugt. Das Display im Cockpit ist sauber abzulesen und informiert über alles Wichtige wie Geschwindigkeit, Gang, Drehzahl (Balkenanzeige), Durchschnittsverbrauch, Restreichweite, Motortemperatur und Uhrzeit.

Problem: Der erste Gang
Der erste Gang lässt sich im Stand manchmal nicht so leicht finden und anfahren sollte man mit Gefühl. Wegen der geringen Schwungmasse neigt der Motor nämlich zum Absterben. Dafür rasten alle sechs Gänge sauber ein und das kleine Aggregat dreht willig hoch. Zwischen 6.000 und 7.000 Touren fühlt sich der Motor am wohlsten und zeigt kaum Vibrationen. Verzögert wird mit zwei Scheibenbremsen (Vier...