Elektro-Hardtop trifft Purismus

Mit dem Purismus, dessen Umsetzung und dessen Auslegung ist das ja so eine Sache. Für den einen ist ein Rolls-Royce zu puristisch. Weil er nicht teilweise autonom fahren kann und weil die Massagesitze fehlen. Für den anderen ist ein Caterham einfach noch nicht puristisch genug. Schließlich hat er ja Türen und sogar ein knöpfbares Lederverdeck. Diskussionsstoff ist eben immer vorhanden. Doch diesen Disput gibt es sogar modellintern bei den Kunden des Mazda MX-5. Echte Fans des puristischen Roadsters schwören auf das von Hand faltbare Stoffdach, ein Schaltgetriebe und möglichst wenige Assistenzsysteme. Jetzt gibt es den Mazda MX-5 RF, der scheinbar mit all diesen komfortverneinenden Eigenschaften bricht. Wie viel Purismus wohnt dem Coupé-Roadster noch inne? Zeit für einen Test.

Komfortabler Innenraum … mit Abzügen
Komfort? Ja, aber Moment. Erst einmal in Ruhe einsteigen. Vorneweg sei nämlich direkt und unmissverständlich festgehalten, dass Sie auch beim MX-5 RF nicht wirklich größer sein sollten als 1,85 Meter. Ich mit meinen 1,87 Meter habe nämlich Probleme mit den Platzverhältnissen im Inneren. Meine Knie machen Bekanntschaft mit dem Armaturenbrett, der Kopf schmiegt sich ans Dach. Mein um ein paar Zentimeter kleinerer Beifahrer hat diese Probleme nicht. Er fühlt sich wohl auf dem serienmäßigen Ledergestühl, das auf Wunsch auch als Nappa-Version oder in einer sportlicheren Recaro-Variante mit Alcantara zu haben ist. Zurück zu mir, denn zumindest für meine Kopffreiheit gibt e...