Der neue Ford Mondeo im Test

Friedrich Schiller hat es schon 1799 gewusst: ,Spät kommt Ihr – aber Ihr kommt!" schrieb er in seinem ,Wallenstein". Genau den gleichen Satz werden wohl nicht wenige Ford-Händler ausrufen, die sehnsüchtig auf den neuen Mondeo gewartet haben. Eine gefühlte Ewigkeit dauerte es, bis der Wagen, den es als Fusion schon seit 2012 in den USA gibt, endlich zu uns rollt. Exakt zeitgleich haben sich jetzt allerdings die VW-Passat-Truppen neu formiert. Hat General Mondeo dagegen eine Chance?

In der Warteschleife
Apropos Chance: Schon vor einem Jahr hätte der neue Mondeo bei uns auf den Markt kommen können. Aber Ford holte vorher den eisernen Besen heraus: Schließung des bisherigen Mondeo-Werks im belgischen Genk und Verlagerung der Produktion nach Valencia in Spanien. Daher werden die ersten Fahrzeuge erst im November 2014 ausgeliefert, offizieller Marktstart ist im Februar 2015.

Heiße Formen
Bezüglich der Fahrzeugoptik hat sich das Warten gelohnt. Während der neue Mondeo am Heck seinen Vorgänger zitiert, beeindruckt besonders die scharf geschnittene Frontpartie. Die Kombination aus Sicken in der Motorhaube, schmalen Scheinwerfern (optional mit LED-Technik) und dem verchromten Grill ist absolut gelungen. Ein wesentlich spannenderes Design als beim biederen VW Passat, ohne es modisch zu übertreiben. Wenn wir schon beim ewigen Rivalen sind: Der Mondeo ist deutlich länger als der Passat. Zehn Zentimeter Unterschied sind es, auf 4,87 Meter kommt der Ford. Zum Trost gibt es immerhin auch s...