Test: Fiat 124 Spider (2018)

Was ist das?

Exakt 50 Jahre nach dem Debüt des 124 Spider brachte Fiat im Jahr 2016 erneut einen Roadster mit diesem Namen auf den Markt. Allerdings nicht als eigene Entwicklung, sondern mit Schützenhilfe aus Japan. Im Vorfeld hatte sich der FCA-Konzern mit Mazda darauf geeignet, die Plattform des 2015 erschienenen MX-5 als Grundlage für einen neuen Alfa Spider zu verwenden. Doch dieses Projekt wurde abgeblasen, um die Alfisti nicht auf die Barrikaden zu treiben. Vertrag ist aber Vertrag und so haben wir das Vergnügen mit dem Fiat 124 Spider. (Nebenbei warten die Fans bis heute auf einen neuen Alfa Spider.)

Wo liegen die Unterschiede zum Mazda MX-5?

Sowohl die Höhe (1,23 Meter) als auch der Radstand (2,31 Meter) übernimmt der Fiat 124 Spider ohne Veränderungen vom Mazda MX-5 (ND). Allerdings gibt es in der Länge rund 15 Zentimeter mehr, weil man dem 124 Spider ein Blechkleid im Stil seines Ahnen aus den 1960er-Jahren geschneidert hat. Größere Überhänge als beim MX-5 lassen den Fiat die Vier-Meter-Marke überschreiten. Zugegebenermaßen war auch ich lange skeptisch gegenüber dem 124er-Design, doch in der Realität steht es dem Wagen vorzüglich. Dazu passt das dunkle "Italia Blau" bestens. Überhaupt hat Fiat knalligere Farben im Programm als Mazda, was für den 124 Spider spricht.

Vom Fahrersitz aus gefällt mir der Blick über die Rundungen der Motorhaube sehr gut, am Heck ist der Zugang zum 140 Liter großen Kofferraum besser gelöst als beim Mazda: Beim Fiat befindet sich das Kennze...