Erste Ausfahrt im Stromer: Der Chevrolet Volt im Test

Gruß auf, Gruß ab: An jeder Abzweigung, an unübersichtlichen Kurven sowie am Start- und Zielpunkt stehen uniformierte Herren. Sie weisen uns mit unglaublich zackigen Armbewegungen den Weg. An Stellen, wo das nicht nötig ist, salutieren sie majestätisch. Man gewinnt den Eindruck, die Wachmänner (oder sind es doch ,richtige" Polizisten?) erweisen dem Chevrolet Volt in China allerhöchste Ehren. Rund ein Jahr, bevor das Elektroauto in Europa auf den Markt kommt, konnten wir in der Nähe von Shanghai bereits ein Vorserienmodell fahren.

Elektroantrieb mit Reichweitenverlängerer
Mit dem Volt – und dem weitgehend baugleichen Opel Ampera – schickt der Mutterkonzern General Motors (GM) ein neues Antriebskonzept an den Start. Es besteht aus einem Elektromotor und einem Verbrennungsmotor als so genanntem Reichweitenverlängerer. Der E-Antrieb besteht aus einem 198 Kilogramm schweren, T-förmigen Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 16 Kilowattstunden. Rund 60 Kilometer weit kann der Volt mit Strom aus der Batterie rein elektrisch und damit emissionsfrei zurücklegen. Diese Distanz soll für 80 Prozent der täglichen Fahrten ausreichen, also für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Kindergarten. Ist die Batterieleistung erschöpft, springt zusätzlich ein Verbrennungsmotor an. Er treibt jedoch nicht die Räder direkt an, sondern produziert über einen Generator Strom für den E-Motor. In diesem Modus soll der Volt noch einmal knapp 500 weitere Kilometer zurücklegen können, ehe er an di...