Auffällig unauffällig

Nicht nur Ampeln geben wichtige Farbsignale, auch Lackierungen können Statements sein. Ein extrovertiertes Modell wie der Nissan Juke wird nicht ohne Grund in peppigen Farbkombinationen angeboten, und eine Stufenhecklimousine der oberen Mittelklasse wird üblicherweise nicht in Grasgrün präsentiert. Insofern hat es schon etwas zu bedeuten, dass die ersten Bilder des Nissan Pulsar das Auto in Dunkelviolett zeigten. Kann man ein Auto unauffälliger lackieren? Wohl kaum. Zum Vergleich: Der Mazda 3 wurde in Knallrot vorgestellt. Offenbar will Nissan eher eine konservative Kundschaft ansprechen. Die kauft sich gewiss keinen Juke und wohl auch selten einen Qashqai. Also versucht man es nun wieder mal mit einem ganz normalen Schrägheckauto. Der Pulsar startet am 10. Oktober 2014. Wir haben ihn bereits getestet.

Fürstliche Beinfreiheit hinten
Das von Nissan gerühmte ,mutige" und ,sportliche" Design des Pulsar kommt in Weiß wesentlich besser zur Geltung als in der automobilen Tarnfarbe Dunkelviolett. In der Tat gibt es hier dynamische Details, wie die V-förmige Form der Front oder die Bumerang-Rückleuchten. Parallelen zum Qashqai sind erkennbar und auch gewollt. Technisch basiert der Wagen aber auf der Plattform des Juke, nur wenige Elemente wie die Lenkung stammen vom Qashqai. Mit 4,39 Meter gehört das ausschließlich als Fünftürer angebotene Auto zu den größeren Vertretern der Kompaktklasse, wie etwa auch der Ford Focus oder der Opel Astra, und hat noch dazu einen beachtlichen Radstan...