Mechanisches Spaßvieh

Keiner hupt. Die Schranke vom Supermarktparkplatz geht nicht hoch, ist defekt. Die Auto-Schlange hinter uns wird immer länger. Aber keiner hupt. Unser riesiger Wagen überzeugt mit unerwarteter Präsenz, er fällt auf und selbst die Jugendlichen in ihren getunten Polos auf nächtlichen Brandenburger Landstraßen haben zwar vor keinem Baum, aber vor dem Nissan Pathfinder Respekt. Ein Audi Q7 sieht neben ihm klein aus und die Grundfläche unseres Japaners liegt knapp unter der eines VW-Busses. Außerdem: Der Wagen ist nicht irgendein popeliges Show-SUV, sondern ein beinharter Geländegänger.

Reisefähig
Unser von außen mit eckiger Strahlkraft wirkender Wagen überrascht mit einem recht wohnlichen Innenraum. Im Gestühl sitzen wir bequem, selbst in der dritten Reihe hat man als Erwachsener irgendwie Platz. Dort hinzukrabbeln, erfordert, wie bei den meisten dritten Sitzreihen, geschmeidige Gelenke. Am Lenkrad fällt uns sofort das alte Nissan-Problem auf: Es lässt sich nur in der Senkrechten verstellen, zum Körper heranziehen aber von ihm wegdrücken lässt es sich nicht. Ansonsten genießen wir wegen der außergewöhnlichen Sitzhöhe einen erhabenen Blick auf die Straße, für den Blick nach hinten benötigen wir unbedingt die im Paket optional lieferbare Rückfahrkamera (2.980 Euro für die Ausstattung LE): Das Heck befindet sich irgendwo am Horizont und fällt zudem steil ab. Aber die Kamera macht einen hervorragenden Job, selbst bei den schwierigen Lichtverhältnissen einer verregneten Nacht. Ein Rü...