Eigentlich so gut, aber ...

Als ich ihn das erste Mal sah, musste ich zwangsläufig lachen. Aber die richtige, positive Art Lachen. Auch wenn ich damit wohl ziemlich alleine bin, ich mag, wie der Juke aussieht. Vor allem in der reichlich absurden Nismo-Version. Er wirkt wie ein kleiner, etwas krumm geratener Straßenköter mit dem lautesten Bellen und einem furchtbar großen Nietenhalsband. Einer, der sich nur zu gerne mit der fünfmal höheren, stadtbekannten Nachbars-Dogge anlegt. Dabei stehen seine Chancen auf einen hinterlistigen Sieg weit besser, als man vielleicht denken mag. Vor allem jetzt, da Nissan noch ein paar Extra-Zacken in den Nackenschmuck implantiert hat. Ja, richtig. Der Nismo-Juke wurde kürzlich mit einer RS-Behandlung geadelt. Sie finden, das grenzt an Debilität? Warten Sie erstmal ab.

Stärker, straffer, steifer
Schließlich ist das Rüstzeug des neuen Juke Nismo RS ziemlich beachtlich. Schon der 200 PS starke Juke Nismo (den der RS nun ersetzt) fuhr sich ziemlich ansehnlich, wenn auch – allein aufgrund des stelzenhaften Aufbaus – noch ein ganzes Eck zu Kompaktsport-Glanzlichtern wie dem Ford Fiesta ST oder einem Golf GTI fehlte. Apropos: Nissan hat die Leistung des 1,6-Liter-Turbos für den Nismo RS um 18 auf GTI-ähnliche 218 PS angehoben. Das Drehmoment wächst von 250 auf 280 Newtonmeter. Außerdem gibt es schärfer abgestimmte Federn und Dämpfer sowie eine um 40 Prozent steifere Karosserie, die an genau 26 Stellen verstärkt wurde. Die wichtigste RS-Dreingabe dürfte allerdings das neue mech...