Lada Granta: Der Billigflieger

Lada galt in der DDR als Premiummarke. Trotz hoher Preise und langen Wartezeiten waren die Autos sehr begehrt. Nach der Wende ging es abwärts. Inzwischen spielt die Marke auf dem deutschen Markt nur noch eine sehr kleine Rolle. Der Lada Granta, der in Zusammenarbeit mit Renault/Nissan entstand, wird seit 2011 produziert, kam aber erst kürzlich auf den deutschen Markt. Wir waren mit ihm unterwegs.

Am Anfang Gefummel
Der Volksmund sagt, für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Wenn das tatsächlich stimmen würde, hätte der Lada Granta schon ganz am Anfang verloren. Es ist dunkel, kalt, es regnet, und die hakeligen Türschlösser in Verbund mit dem kleinen Schlüssel verzögern den Einstieg um ein paar unwillkommene Momente. Eine Fernbedienung gibt es selbstredend nicht. Mit etwas Gefummel klappt es schließlich. Die Tür fällt ins Schloss, damit erlischt augenblicklich auch das Licht. Zum Glück ist im Granta alles genau dort, wo auch ein Lada-Neuling es erwartet. Egal ob Licht, Lüftung, Scheibenwischer: Wer für dieses Auto eine Anleitung braucht, hat vermutlich auch Schwierigkeiten mit dem Öffnungsmechanismus eines normalen Kühlschranks. Der Blinker klingt allerdings derart aufdringlich-synthetisch, dass man schnell dazu übergeht, ihn möglichst sparsam einzusetzen.

Raum für Verbesserungen
Der Innenraum ist natürlich nichts für Fans gehobenen Ambientes, was in dieser Klasse kein Vorwurf ist. Alles ist mit Hartplastik ausgeschlagen, selbst in den Türverkleidungen findet s...