Stecker statt Stinker?

Im Leben kommt es oft auf das richtige Timing an. Planbar ist so etwas nicht unbedingt. Nehmen wir zum Beispiel Kia: Dort gab es die Idee, im September 2017 sowohl den Optima Sportswagon als auch den Niro mit Plug-in-Hybrid auf den Markt zu bringen. Nicht ahnend, das genau jetzt die Diesel-Sau durch die Umweltzone getrieben wird, während die Autofirmen als Metzger ihrer selbst mit Hackebeil und saftigen Prämien danebenstehen. Goldene Zeiten für Benziner mit Plug-in-Hybrid, oder?

Kia auf dem Öko-Pfad
Bezüglich emissionsarmer Antriebe verfolgt Kia einen Fünfjahressplan zwischen 2015 und 2020: Fünf Hybride, viermal Plug-in-Hybrid, vier Elektroautos und schließlich 2020 ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle. Möglich macht es Konzernmutter Hyundai, dort kommt nach dem ix35 Fuel Cell schon 2018 ein wirklich serienmäßiges Wasserstoffauto. Umgerechnet rund zehn Milliarden US-Dollar kostet Kia die Öko-Aufrüstung. Doch erst einmal werden kleinere Brötchen gebacken, Hybrid mit Stecker lautet das Zauberwort.

Kombi versus Limousine: 1:0
Bislang bot Kia nur die Limousinenversion des Optima als Plug-in-Hybrid an. Aber wer kauft in der oberen Mittelklasse noch ein Stufenheck, wenn nicht Audi, BMW oder Mercedes dransteht? Hinzu kommt konstruktionsbedingt ein magerer Kofferraum von lediglich 307 Liter. Und kein einziger mehr, denn die hinteren Lehnen sind nicht umklappbar. Wohl dem, der auf den Kombi gewartet hat. Hier sind 440 bis 1.574 Liter Gepäckvolumen ein faires Angebot, zumal die Batterie ...