M3-Gegner: Cadillac ATS-V im Test

Wenn die Rennversion schon Siege holt, bevor das Serienfahrzeug auf dem Markt ist, kann man sich als Entwickler entspannt zurücklehnen. Cadillac feierte 2015 bereits viele Erfolge in der amerikanischen GT-Serie mit dem ATS-V GT3. Jetzt kommt die Straßenversion des M3-Jägers auch nach Deutschland. Wir sind den kleinen Bruder des überwältigenden CTS-V schon gefahren.

Rennsportanleihen im Innenraum
Steigt man aus der gewaltigen CTS-V-Limousine in das kleinere ATS-V-Coupé um, fällt sofort auf, wie Fahrer-fokussiert dieses Auto gebaut ist. Die optionalen Recaro-Schalensitze schmiegen sich um den Piloten, das klassische Dashboard mit Rundinstrumenten fordert mit seinen roten Ziffern und Tachonadeln schon im Stand Drehzahl und Geschwindigkeit. Die Sitzposition ist angenehm tief, das Lenkrad lässt sich passend dazu einstellen. Leider ist die Anordnung des Drehzahlmessers als kleineres Instrument links vom großen Geschwindigkeitsmesser nicht ganz so glücklich. Ein großer Drehzahlmesser wäre perfekt, zumal die Geschwindigkeit ja auch im optionalen Head-up-Display angezeigt wird.

Twin-Turbo-V6 mit bösem Sound
Per Knopfdruck wird der Twin-Turbo-V6 gestartet. Der ATS-V ist das erste Fahrzeug der V-Serie von Cadillac, das über einen Twin-Turbo-Motor verfügt. 470 PS und 603 Newtonmeter konnte die Crew rund um Chefingenieur Tony Roma aus dem 3,6 Liter großen Aggregat herausholen. Und für einen zwangsbeatmeten Motor macht der V6 sogar ordentlich Krach. Weniger der samtige Klangteppich des...