Schön günstig oder richtig billig? Ladas Kompakt-Kombi Vesta SW im Test

Was ist das?

Wenn Sie einen kompakten Familienkombi suchen und Ihr Budget schmaler ist als ein Lift voller Skispringer, dann hatten Sie bisher ziemlich genau zwei Alternativen: Den Fiat Tipo Kombi und den Dacia Logan MCV. Seit kurzem versucht nun Lada diese knauserige Klasse mit etwas russischem Flair anzureichern. Wobei es mit besagtem Flair im Vesta SW gar nicht mehr so weit her ist. Seit die Renault-Nissan-Gruppe beim Lada-Mutterkonzern AutoVAZ das Sagen hat, ist es im Großen und Ganzen vorbei mit dem zweifelhaften Sowjet-Charme, der einen bei jeder Fahrt ins Jahr 1977 (oder noch viel weiter) zurück beamte.

Trotzdem: Der Vesta SW ist wahrlich kein Geschenk für die Augen. Störrische Kantigkeit wird nun selbst bei Lada durch rundlichere Beliebigkeit ersetzt. Dieses Auto würde zweifelsfrei auch als „Fiadaciabishi“ durchgehen.

Technik, Sicherheitsfeatures und Ambiente wirken simpel, aber halbwegs zeitgemäß. Bereits die Serienausstattung „Basis“ (ab 12.990 Euro) ist mit Klimaanlage, Sitzheizung, Tempomat, Parksensoren hinten, gekühltem Handschuhfach und Bluetooth-Audiosystem relativ großzügig. Die von uns getestete Top-Ausstattung „Luxus“ (ab 16.250 Euro) bietet unter anderem Klimaautomatik, ein Siebenzoll-Navi-Infotainmensystem, Rückfahrkamera, Frontscheibenheizung und Sitzheizung hinten. Bis auf ein automatisiertes Fünfgang-Schaltgetriebe für 700 Euro ist der Vesta SW damit voll. Seltsam: Ein Lederlenkrad kriegen Sie nicht mal, wenn Sie dafür Ihre Mutter verkaufen würden. Es ...