Vorwärts mit leisen Sohlen

612 Fahrzeuge: Das ist ein Fünftel der Tagesproduktion des VW Golf – und der hiesige Infiniti-Absatz von Januar bis Juli 2011. Auf den ersten Blick also nicht viel, doch Alexander Sellei, Pressesprecher der japanischen Nobelmarke, blickt optimistisch in die Zukunft. Bis Ende des Jahres 2011 will man die 1.000er-Marke geknackt haben und an acht Standorten in Deutschland vertreten sein. Doch das ist nur der Anfang: In den nächsten Jahren möchte Infiniti bis zu 40 Händler etablieren. Sie sollen künftig Autos mit Motoren aus der Renault-Daimler-Allianz und einem Elektroantrieb verkaufen. Außerdem wird ein Kompaktmodell die Palette ergänzen. Aber zurück zum Hier und Jetzt: Mit dem M35h erweitert die japanische Marke ihr Portfolio um eine Hybrid-Limousine.

Stark gespart
Mit einem eigenständigen Design zielt der 4,94 Meter lange Infiniti auf Konkurrenz wie den Lexus GS 450h oder den Audi A6 Hybrid. Mit einer Systemleistung von 364 PS überflügelt der M35h aber seine beiden Konkurrenten. Speziell zum Audi ist der Unterschied signifikant, denn der Ingolstädter muss mit vier Zylindern und 245 PS auskommen. Wichtige Merkmale des Infiniti-Hybridsystems sind ein einzelner Elektromotor und der Wegfall des Drehmomentwandlers. Zwei Kupplungen verteilen die Kraft der Motoren. Die erste trockene Kupplung ist zwischen dem V6-Benziner und der Elektromotor-Getriebe-Einheit positioniert. Hiermit kann der Verbrenner komplett abgekoppelt werden. Das geschieht nicht nur bei langsamer Fahrt, sondern a...