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Für eine persönlichere Erfahrung

Caravan Salon 2026: 10 neue Campervans, die man sehen muss

Allrad, Hubbett, XXL-Garage oder Dachterrasse: In Düsseldorf stehen 2026 einige ungewöhnliche Campervan-Neuheiten

Caravan Salon 2026: Campervan-Highlights
Bild von: Motor1.com
Fabian Grass Fabian Grass

Der Caravan Salon Düsseldorf ist jedes Jahr ein ziemlich guter Gradmesser dafür, wohin sich die Camperwelt bewegt. Und 2026 zeigt sich bei den Campervans vor allem eines: Einfach nur Bett, Bad und Küche in einen Kastenwagen zu packen, reicht längst nicht mehr.

Elektrische Hubbetten schaffen Platz für Fahrräder, variable Bäder wachsen bei Bedarf über den Mittelgang und selbst Allradantrieb oder eine Dachterrasse sind inzwischen drin. Die Preisspanne ist ähnlich groß: Von 48.900 Euro bis über 100.000 Euro reicht unsere Auswahl von zehn Campervan-Neuheiten, die man sich in Düsseldorf genauer ansehen sollte.

Adria Twin Select & Twin Supreme

Adria trennt beim komplett überarbeiteten Twin klar zwischen Einstieg und Premium. Der Twin Select ist wahlweise auf Fiat Ducato oder Citroën Jumper erhältlich, der Twin Supreme nur auf Fiat-Basis. Beide Reihen setzen auf das neue „Cabin-Loft"-Konzept mit fließendem Übergang zwischen Fahrerhaus und Wohnbereich, überarbeiteter Küche mit Soft-Close-Schubladen und serienmäßiger Lithium-Bordbatterie.

Der Twin Select startet bei 56.990 Euro (540 SPB, 5,40 m), der Twin Supreme bei 63.290 Euro (600 SPB, 5,99 m). Das Panoramafenster über der Dinette ist beim Select optional, beim Supreme Serie. Als Sondermodell gibt's die White Edition 2 auf 640 SGX-Basis mit 180 PS, Automatik und Deluxe-Paket für rund 78.000 Euro.

Carado CV595 X-Edition

Carado feiert sein 20-jähriges Jubiläum mit dem ersten Allrad-Campervan auf VW-Basis. Der CV595 X-Edition basiert auf dem VW Crafter 4Motion mit 163 PS und 8-Stufen-Automatik. Ein komplett recarossiertes GFK-Hochdach sorgt für fast zwei Meter Stehhöhe (1,98 m) bei einer Gesamthöhe von 2,72 Metern. Serienmäßig gibt's Sperrdifferenzial, große Elektromarkise, Rückfahrkamera und Offroad-Paket.

Der Einstiegspreis liegt bei 92.650 Euro, für einen serienmäßigen 4x4-Campervan mit Automatik ein fairer Wert. Mit dem Offroad-Paket (inkl. Differenzialsperre) bleibt er unter 100.000 Euro. Der Grundriss bietet ein Querbett (136 × 200 cm), optional einen dritten Schlafplatz in der Dinette und einen 84-Liter-Kompressorkühlschrank.

Challenger S114 Sport Edition

Challenger macht eine klare Ansage: Ein vollwertiger Campervan muss nicht teuer sein. Der Sport Edition S114 startet bei 51.490 Euro und bietet knapp sechs Meter Länge, großes Querbett und ein neues Vario-Bad. Basis ist der Citroën Jumper, die Wände sind ohne Holzkomponenten aufgebaut (bessere Feuchtigkeitsresistenz).

Zur Serienausstattung zählen unter anderem ein Kompressor-Kühlschrank, Dieselheizung und aufgewertete Dinette mit mehr Stauraum. Für rund 3.000 Euro Aufpreis gegenüber der Road Edition (ab 48.490 Euro) gibt's damit deutlich mehr Komfort, ein klares Preis-Leistungs-Argument. Das Vario-Bad mit Schwenkwand macht den knapp sechs Meter kurzen Camper besonders flexibel.

Etrusco CV 640 PB+

Etrusco geht beim CV 640 PB+ einen anderen Weg: Statt festem Bett im Heck gibt's ein elektrisches Hubbett, das tagsüber eine XXL-Heckgarage freigibt. Mit 73 × 111 × 180 cm Stauraum ist das für einen 6,36-Meter-Camper ungewöhnlich großzügig. Das Variobad mit Schwenkwand, die durchdachte Stauraumlösung und das optionale Aufstelldach (bis zu vier Schlafplätze) machen den CV 640 PB+ zum flexiblen Allrounder.

Preislich startet er bei 61.999 Euro, nur 2.500 Euro über dem normalen 640er ohne Hubbett. Serienmäßig sind unter anderem eine 95-Ah-AGM-Batterie, Truma Combi 4 Dieselheizung und ein 84-Liter-Kompressorkühlschrank. Optional lässt sich eine 140-Ah-Lithiumbatterie nachrüsten, die deutlich mehr Autarkie für längere Trips ohne Landstrom bietet.

VanTourer Variobad 2.0

VanTourer löst eines der klassischen Kastenwagen-Probleme auf ziemlich clevere Weise. Das neue Variobad 2.0 verbindet ein kompaktes Seitenbad mit einem vollwertigen Raumbad. Über einen speziellen Schiebetür-Mechanismus wird der Sanitärbereich bei Bedarf vergrößert und gleichzeitig komplett vom restlichen Innenraum abgetrennt.

VANTourer präsentiert das Variobad 2.0

VANTourer präsentiert das Variobad 2.0

Bilder von: VANTourer
VANTourer präsentiert das Variobad 2.0

VANTourer präsentiert das Variobad 2.0

Bilder von: VANTourer

Seine Weltpremiere feiert das neue Bad in den VanTourer-Grundrissen 600 D und 630 L. Besonders praktisch: Die Schiebetür dient gleichzeitig als Raumtrenner zwischen Wohn- und Schlafbereich, während beim Duschen kein Vorhang durch den Innenraum flattert. Ab Dezember soll das Variobad 2.0 verfügbar sein, auf dem Caravan Salon kann man sich die Lösung vorher schon ansehen.

Forster Vantasy

Forster bleibt unter der 50.000-Euro-Marke: Der neue Vantasy startet ab 48.900 Euro und ist damit einer der günstigsten Ducato-Campervans 2026. Drei Grundrisse stehen zur Wahl: V 599 HB (5,99 m, Querbett), V 636 EB (6,36 m, Einzelbetten) und V 636 HB (6,36 m, Hubbett). Alle Varianten haben ein neues Vario-Bad, mehr Stauraum und eine 4-kW-Dieselheizung Serie.

Optional gibt's die Innovation Line mit Klimaautomatik, elektrischer Parkbremse, digitalem Kombiinstrument, adaptivem Tempomat und Totwinkelassistent. Der 90-Liter-Frischwassertank und der 70-Liter-Abwassertank sind für diese Preisklasse überdurchschnittlich groß. Die Wände sind komplett ohne Holz aufgebaut, was die Feuchtigkeitsanfälligkeit deutlich reduziert.

Laika Ecovip Evoluzione und Performance

Laika bringt mit dem Ecovip Evoluzione ordentlich Motorsport-Optik in den Kastenwagen. Vier Farbwelten (Arancio Assen, Azzurro Le Mans, Verde Mugello, Grigio Nardò), 18-Zoll-OZ-Felgen, 150-Ah-Lithiumbatterie und serienmäßige Automatik gehören zum Konzept. Angeboten wird er als 5,41 Meter langer 540 und als 5,99 Meter langer 600.

Und der Evoluzione bleibt nicht der einzige auffällige Ecovip in Düsseldorf. Mit dem neuen Ecovip Performance zeigt Laika außerdem eine deutlich robustere Interpretation der Baureihe. Beim Evoluzione stehen dagegen weiterhin Sportlichkeit und Ausstattung im Mittelpunkt. Optional gibt es ein Aufstelldach und selbst damit lässt sich noch ein 215-Watt-Solarmodul montieren. Der Einstiegspreis liegt bei 73.990 Euro.

Pössl Summit Shine 640 R Evo

Pössl zeigt einen der cleversten 640er-Grundrisse des Jahres: Der Summit Shine 640 R Evo kombiniert elektrisch höhenverstellbare Einzelbetten mit einem durchdachten Raumbad und großer Heckgarage. Das erste Hubbett in der Summit-Baureihe (1,80 × 1,65 m) sorgt tagsüber für maximale Raumfreiheit, nachts sinkt es sanft herab. Davor liegt das Bad im Flur, zum Duschen zieht man ein Rollo rund um die im Boden eingelassene Duschwanne.

Ein offizieller Preis steht noch aus, erste Händler listen ab rund 59.999 Euro. Serienmäßig sind unter anderem eine 95-Ah-AGM-Batterie, Truma Combi 4 Heizung und ein 84-Liter-Kompressorkühlschrank. Optional gibt's Pakete für Klimaautomatik, digitale Cockpits und Sicherheitsassistenten. Seine Premiere feiert der 640 R Evo auf dem Caravan Salon 2026 in Düsseldorf.

Sunlight Cliff 602 X

Sunlight denkt Outdoor völlig neu: Der Cliff 602 X bietet klappbare Einzelbetten im Heck, eine Outdoor-Dusche und viel Stauraum für Bikes, Boards oder Ski. Das Herzstück ist das Heck: Zwei Längseinzelbetten lassen sich unabhängig voneinander hochklappen. Eine Bettseite kann zum Schlafen genutzt werden, während die andere Platz für Gepäck schafft. Das Schwenkbad mit Rolladentür und eigenem Fenster lässt sich auch als Außendusche nutzen.

Der Einstiegspreis liegt bei 73.490 Euro, trotz umfangreicher X-Ausstattung im Bereich klassischer Serien-Kastenwagen. Serienmäßig sind unter anderem eine 95-Ah-AGM-Batterie, Truma Combi 4 Heizung und ein 84-Liter-Kompressorkühlschrank. Der 100-Liter-Frischwassertank (20 Liter in Fahrstellung) und der 90-Liter-Abwassertank sind für diese Klasse überdurchschnittlich groß.

Westfalia Columbus Liner

Westfalia definiert den Premium-Kastenwagen neu: Der Columbus Liner bietet ein innovatives Drei-Ebenen-Konzept mit großzügigem Wohnraum, King-Size-Bett (2,05 × 1,86 m) und optionaler Sky Lounge als privater Dachterrasse. Die Sky Lounge ist direkt vom Schlafbereich aus erreichbar und funktioniert als Terrasse in rund drei Metern Höhe, mit über 90 cm Stehhöhe im geschlossenen Zustand.

Der Basispreis liegt bei 83.900 Euro, mit optionalem Plus-Paket (300-Ah-Lithium) oder Premium-Paket (540 Ah) steigt die Autarkie deutlich. Serienmäßig sind unter anderem eine 95-Ah-AGM-Batterie, Truma Combi 4 Dieselheizung und ein 90-Liter-Kompressorkühlschrank. Optional lässt sich eine Markise, eine Außenküche und ein Fahrradträger nachrüsten.

Auch spannend: Weitere Neuheiten 2026

Nicht in die Top-10 geschafft haben es einige spannende Modelle, die trotzdem erwähnenswert sind. Der neue Karmann Dexter 555 richtet sich vor allem an Familien: Auf knapp sechs Metern kombiniert er ein festes Querbett im Heck mit einem elektrisch absenkbaren Doppelbett über der Sitzgruppe. Optional sind sogar ein fünfter Sitz- und Schlafplatz möglich. Dank Superhochdach gibt es im Bereich von Küche und Bad zudem 2,04 Meter Stehhöhe.

Karmann Dexter 555 (2026)

Karmann Dexter 555

Bild von: Eura Mobil
Malibu relax 640 LE XR

Malibu relax 640 LE XR

Bild von: Carthago Reisemobile

Der Malibu Relax 640 LE XR startet ab 57.200 Euro und ist damit einer der günstigsten Premium-Campervans 2026. Mit 6,36 Metern Länge bietet er ein Längsbett, eine separate Spüle in der Küche und ein gediegenes Ambiente im typischen Malibu-Stil. Allerdings muss der Kunde praktisch obligatorisch noch eines von drei Ausstattungspaketen dazubuchen, wodurch der realistische Startpreis bei rund 77.710 Euro liegt.

Für Offroad-Fans interessant sind der Pössl Roadstar XL Evo und der Sunlight IBEX. Der Roadstar XL Evo basiert auf dem Mercedes Sprinter, kommt serienmäßig mit Allradantrieb und setzt im Heck auf zwei Längsbetten, die sich elektrisch nach oben fahren lassen. Darunter entsteht ein entsprechend großer Stauraum für Fahrräder und andere Reiseausrüstung. Preislich dürfte der XL Evo allerdings klar in Richtung 100.000-Euro-Marke marschieren.

Pössl Roadstar XL Evo (2026)

Pössl Roadstar XL Evo

Bild von: Pössl Group
Sunlight IBEX (2026) Offroad-Camper

Sunlight IBEX Offroad-Camper

Bild von: Motor1.com
VW Grand California (2026) mit Autarkie-Paket

VW Grand California mit Autarkie-Paket

Bild von: Volkswagen Nutzfahrzeuge

Der Sunlight IBEX wird als 4x4-Campervan auf VW-Crafter-Basis geliefert und ist der erste Camper Van von Sunlight mit Automatikgetriebe und Allradantrieb. Der Grundpreis liegt bei 87.999 Euro, mit dem Offroad-Paket bei 94.999 Euro. Alternativ gibt's den IBEX auch auf Ford-Transit-Basis ab 74.999 Euro.

Auch der VW Grand California bleibt spannend: Volkswagen wertet den Grand California mit einem neuen Autarkiepaket auf: Zwei 40-Ah-LiFePO₄-Batterien und eine fest installierte Solaranlage sorgen für deutlich mehr Energiereserven. Die Solaranlage leistet 110 Wp beim Grand California 600 und 185 Wp beim 680er. Das komplette Autarkiepaket kostet 1.719,55 Euro (GC 600) bzw. 2.326,45 Euro (GC 680). Basispreise liegen bei rund 82.000 bis 85.000 Euro.

Rocket One L (2026)

Rocket One L 

Bild von: Rocket Camper
Mobilvetta Karys (2026)

Mobilvetta Karys

Bild von: Eura Mobil
Bürstner Papillon (2026)

Bürstner Papillon

Bild von: Bürstner

Und damit ist noch längst nicht Schluss. Der Eifelland Relax zeigt auf Basis des Nissan Interstar-e, dass ein Campervan auch ohne Diesel auskommen kann. 87-kWh-Batterie, bis zu 410 Kilometer Reichweite laut Herstellerangaben und ein flexibler Ausbau treffen auf bis zu vier Sitzplätze. Einen ganz anderen Ansatz verfolgt der Bürstner Papillon: Für 43.999 Euro gibt es einen 5,99 Meter langen Camper mit Querbett, Bad, Induktionskochfeld und bereits serienmäßiger 100-Ah-Lithiumbatterie.

Zwei ziemlich unterschiedliche Ideen für mehr Platz im Kastenwagen liefern Mobilvetta und Rocket Camper. Der Mobilvetta Karys kombiniert italienisches Design mit cleveren Hecklösungen und viel Stauraum. Der Rocket One L geht dagegen auf sechs Metern einen ungewöhnlicheren Weg: Sein Längsbett-Grundriss verzichtet bewusst auf ein klassisches Bad und nutzt den gewonnenen Platz stattdessen für Wohnen, Schlafen und Stauraum.