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GWM Haval H7 (2026): Kantiger China-SUV mit bis zu 435 PS startet ab 35.990 Euro

Bis zu 210 mm Bodenfreiheit, 580 mm Wattiefe und 2,3 Tonnen Anhängelast

GWM Haval H7 (2026)
Bild von: GWM
Fabian Grass Fabian Grass

Ein bisschen Land Rover Defender, eine Prise Ford Bronco und jede Menge Hybridtechnik: Mit dem neuen Haval H7 bringt Great Wall Motor einen ziemlich kantigen SUV nach Deutschland. Jetzt stehen auch die Preise und der genaue Marktstart fest.

Los geht es bei 35.990 Euro. Dafür gibt es einen 4,80 Meter langen Fünfsitzer mit umfangreicher Serienausstattung und durchaus ernsthaften Geländeambitionen. Der H7 erweitert die SUV-Familie von GWM nach oben. Mit dem kleineren Haval Jolion Pro und dem Haval H6 Hybrid haben wir bereits zwei Modelle der Marke getestet. Während diese eher klassische SUV-Kunden ansprechen, soll der neue H7 auch abseits befestigter Straßen überzeugen.

Bildergalerie: GWM Haval H7 (2026)

Spannender als die bereits bekannte Optik sind allerdings die jetzt bestätigten deutschen Preise und Antriebsvarianten. Den Einstieg macht der 2,0-Liter-Turbobenziner mit 215 PS und 380 Newtonmeter Drehmoment. Geschaltet wird über ein Neungang-Doppelkupplungsgetriebe, zur Wahl stehen Front- und Allradantrieb. Letzterer darf bis zu 2,3 Tonnen an den Haken nehmen.

Der Verbrauch des Benziners liegt laut Herstellerangaben bei 9,0 beziehungsweise 9,6 Litern auf 100 Kilometer. Den günstigen Einstiegspreis sollte man also nicht mit niedrigen Tankrechnungen verwechseln. Für 37.990 Euro gibt es den H7 als Vollhybrid. Hier kombiniert GWM einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor. Zusammen liefern beide eine Systemleistung von 247 PS.

Bilder von: GWM
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Eine Steckdose braucht der Vollhybrid nicht. Dafür soll er mit 6,5 Litern Benzin auf 100 Kilometer deutlich sparsamer unterwegs sein als der reine Verbrenner. Wer mehr Leistung möchte und regelmäßig laden kann, greift zum Plug-in-Hybrid. Der startet bei 41.990 Euro und bringt es mit Frontantrieb bereits auf 326 PS. Damit liegt er schon deutlich über den beiden anderen Antriebsvarianten.

Dank einer 33,8-kWh-Batterie sollen beim Fronttriebler bis zu 150 Kilometer rein elektrische Reichweite möglich sein. Geladen wird an Schnellladesäulen mit bis zu 90 kW. Damit dürfte der H7 im Alltag bei regelmäßigem Laden häufig ohne Benzin auskommen. Bei entladener Batterie nennt GWM für diese Version allerdings 6,7 Liter auf 100 Kilometer. Die Steckdose bleibt also ein wichtiger Teil der Rechnung.

Bilder von: GWM
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Noch eine Nummer kräftiger ist die Plug-in-Hybrid-Version mit Allradantrieb. Hier arbeiten ein 1,5-Liter-Turbobenziner und zwei Elektromotoren zusammen. Das Ergebnis sind satte 435 PS und 670 Newtonmeter Drehmoment. Das von GWM erstmals in Europa angebotene Hi4-Allradsystem verteilt die Kraft je nach Bedarf zwischen Vorder- und Hinterachse. Einen Preis für die Allradversion nennt GWM bislang nicht.

Tatsächlich soll der Haval H7 mehr können, als nur nach Geländewagen auszusehen. Bis zu neun Fahrprogramme, maximal 210 Millimeter Bodenfreiheit und eine Wattiefe von 580 Millimetern stehen im Datenblatt. Bei den Allradversionen von Benziner und Plug-in-Hybrid kommt zusätzlich ein elektronisch gesteuertes Hinterachs-Sperrdifferenzial zum Einsatz.

Bilder von: GWM
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Bei der Ausstattung bietet GWM die beiden Linien Premium und Luxury an. Beide sollen bereits ab Werk umfangreich ausgestattet sein. Dazu kommen praktische Outdoor-Extras und reichlich Platz für fünf Personen. Im Cockpit warten ein digitales 12,3-Zoll-Instrumentendisplay sowie ein zentraler 15,6-Zoll-Touchscreen mit dem hauseigenen Coffee-OS-Betriebssystem.

Auch bei der Garantie gibt sich GWM großzügig: Sieben Jahre beziehungsweise 150.000 Kilometer gelten für das Fahrzeug, acht Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer für die Hochvoltbatterie. Der Marktstart erfolgt gestaffelt. Bereits im November 2026 kommt der Haval H7 als Vollhybrid zu den deutschen Händlern. Im Dezember folgen der Turbobenziner und der Plug-in-Hybrid.

An Konkurrenz aus China mangelt es inzwischen jedenfalls nicht. Der BAW 212 setzt auf klassische Geländewagentechnik, der BYD Shark kombiniert Pick-up-Nutzwert mit einem kräftigen Plug-in-Hybrid. Und mit dem GWM Tank 300 hat sogar der eigene Konzern einen weiteren kantigen Geländewagen in der Pipeline. Der Haval H7 versucht es dagegen mit einer Mischung aus Familien-SUV, Hybridtechnik und Offroad-Ambitionen.