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Baut Porsche ein neues Hypercar mit Achtzylinder-Boxermotor?

Der angebliche "S1" soll deutlich über dem 911 angesiedelt werden

2017 Porsche 919 clay model

Bild von: Porsche

Von: Adrian Padeanu

Übersetzt von: Benja Hiller

Veröffentlicht von: Benja Hiller

21. Sep. um 13:19 Uhr

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Porsche hat seit mehr als einem Jahrzehnt keinen Supersportler mehr gebaut: Die Produktion des 918 Spyder endete im Juni 2015. Der zwei Jahre später entwickelte 919 Street wäre zwar ein würdiger Nachfolger gewesen, kam aber nie über das Tonmodell-Stadium hinaus. Damit bleibt der LMP1-Rennwagen für die Straße ein "Was wäre wenn?"-Moment in der Geschichte aus Zuffenhausen.

Dennoch gibt es Gründe, gespannt auf das zu blicken, was kommt: Porsche hat bereits bestätigt, ein neues Modell oberhalb des 911 in Erwägung zu ziehen. In einer Stellungnahme gegenüber Motor1 Anfang März fiel bei einem Porsche-Sprecher das magische Wort: Hypercar. Nun will das deutsche Wirtschaftsblatt Handelsblatt mehr über das neue Spitzenmodell wissen. Intern soll es angeblich unter dem Namen "S1" laufen und bei rund 500.000 Euro starten.

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Tonmodell des Porsche 919 Street von 2017

Foto: Porsche

Der kolportierte Einstiegspreis läge damit effektiv bei etwa dem Doppelten dessen, was Porsche hierzulande für einen 911 GT3 RS verlangt. Selbst die sehr wahrscheinliche Rückkehr des GT2 RS dürfte kaum in diese Preisregion vorstoßen. Der S1 würde damit in einer eigenen Liga spielen. Mit dem seit Jahrzehnten gebauten Sportwagen dürfte der Zweitürer allerdings wohl nicht verwandt sein: Vieles deutet eher auf ein eigenständiges Modell hin als auf die nächste 911-Ableitung.

Achtzylinder-Boxer?

Und genau hier wird der Bericht besonders interessant, denn Porsche will offenbar einen Achtzylinder-Boxermotor einsetzen. Zwar haben die Zuffenhausener in der Vergangenheit bereits Achtzylinder-Boxer gebaut, ein Serienmodell mit einem solchen Antrieb gab es aber nie. Vor einigen Jahren verriet Marcos Marques, Project Manager eFuels bei Porsche, dass es einen fahrbereiten Prototyp auf Cayman-Basis gab – ein "verrücktes Auto, das fantastisch klang".

Tonmodell des Porsche 919 Street von 2017

Tonmodell des Porsche 919 Street von 2017

Foto: Porsche

Die Achtzylinder-Boxer-Maschine verfügte über einen 5,0-Liter-Biturbo mit 559 kW (760 PS) und 1.000 Nm Drehmoment. Der Boxermotor drehte bis 9.000/min und gab seine Kraft über ein manuelles Getriebe an die Straße ab. Obwohl der Prototyp mehr als ein Jahr lang auf Straßen rund um Weissach getestet wurde, ging er nie in Serie. Porsche war der Meinung, es sei "nicht das richtige Auto für diesen Zeitpunkt" gewesen.

Ein Sprung ins Jahr 2026: Ein Flaggschiff mit Achtzylinder-Boxermotor scheint wieder auf der Agenda zu stehen. Unterdessen kommt Porsche-Spezialist Ruf den Zuffenhausenern zuvor, denn dort arbeitet man bereits an einem Achtzylinder-Boxer. Ein Prototyp mit 4,4-Liter-Biturbo wurde bereits gezeigt; er leistet über 746 kW (1.014 PS) und kommt auf 1.000 Nm, übertragen über ein manuelles Sechsganggetriebe.

Mehr verdienen mit weniger Autos

Das kolportierte Hypercar für eine halbe Million Euro passt zur neuen Strategie, auch bei geringeren Stückzahlen profitabel zu bleiben. Anfang des Jahres sagte CEO Michael Leiters der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, das Unternehmen "muss auch mit weniger Autos Geld verdienen".

Porsche 919 Street (2017)

Porsche 919 Street (2017)

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Porsche 919 Street (2017) Porsche 919 Street (2017) Porsche 919 Street (2017) Porsche 919 Street (2017) Porsche 919 Street (2017) Porsche 919 Street (2017)

Investoren könnten den angeblichen S1 am 7. Oktober im Rahmen des bereits angekündigten Capital Markets Day zu sehen bekommen. Es wäre naheliegend, dass Porsche dort auch weitere Modelle andeutet – darunter den verspäteten Nachfolger des Macan mit Verbrennungsmotor, ein neues Crossover-Modell mit Nähe zum Audi Q5, aber als "echten Porsche". Denkbar wären zudem Neuigkeiten zu den lange verzögerten elektrischen 718-Modellen sowie zusätzliche Details zu dem bereits angeteaserten dreireihigen SUV oberhalb des Cayenne.

Außerdem wissen wir, dass Boxster und Cayman mit Verbrennungsmotor zurückkehren. Entsprechend spannend bleibt, ob und was Porsche zu dem GT-artigen Modell verrät, falls es tatsächlich kommt. Allzu überrascht wären wir auch nicht, wenn Porsche-Investoren einen ersten Blick auf den 911 GT2 RS erhaschen: Er gilt weithin als Kandidat für 2027 und könnte die Generation 992.2 krönen.

Wie Porsche die Zukunft gestaltet:

Könnte Porsche ein Hypercar auf Basis des Audi Nuvolari bauen?

Porsche will Autos mit Schaltgetriebe verkaufen, bis sie verboten werden

Quelle: Handelsblatt

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