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Könnte Porsche ein Hypercar auf Basis des Audi Nuvolari bauen?
Aus finanzieller Sicht ergibt es Sinn, bestätigt ist jedoch nichts

Bild von: Tobias Sagmeister | Audi

Von: Adrian Padeanu
Übersetzt von: Benja Hiller
Veröffentlicht von: Benja Hiller
31. Aug. um 12:30 Uhr
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Porsche könnte eine interessante Abkürzung zu einem neuen Spitzenmodell oberhalb des 911 in der Tasche haben. Statt ein komplett neues Auto von Grund auf zu entwickeln könnten die Zuffenhausener möglicherweise auf Technik aus dem Volkswagen-Konzern zurückgreifen. Das würde viele Jahre Entwicklungszeit und ein enormes Budget einsparen.
Laut einem neuen Bericht von Automotive News ist der naheliegende Kandidat der kürzlich vorgestellte Audi Nuvolari. Die Idee wirkt schlüssig, wenn wir Aussagen von Porsche-Chef Michael Leiters über eine Erweiterung der Modellpalette betrachten. Anfang des Jahres bestätigte er, dass Modelle und Derivate oberhalb der aktuellen zweitürigen Sportwagen überprüft würden. Porsche erklärte anschließend gegenüber Motor1, man denke über verschiedene Konzepte in den GT- und Hypercar-Segmenten nach.
Ein Porsche auf Nuvolari-Basis wäre nicht so abwegig, wie es zunächst klingen mag. Audis neuer Supersportler teilt sich bereits seine Architektur mit dem Lamborghini Temerario. Damit verfügt der VW-Konzern über eine bewährte Mittelmotor-Plattform, die sich markenübergreifend nutzen lässt. Der Nuvolari entwickelt diese Basis deutlich weiter: mit Karbon-Karosserie, mehr Leistung und einer auf 499 Exemplare limitierten Produktion.

2027 Audi Nuvolari
Foto von: Tobias Sagmeister | Audi
Technik teilen spart Aufwand
Der VW-Konzern hat bereits gezeigt, dass er bereit ist, teure Sportwagen-Technologie auf mehrere Marken zu verteilen. Temerario und Nuvolari sind nicht die einzigen Beispiele, denn der elektrische 718 Boxster/Cayman dürfte eng mit einer Serienversion des Audi Concept C verwandt sein. Letzterer kommt im kommenden Jahr als zweisitziger Sportwagen mit elektrisch versenkbarem Targa-Dach.
Porsche nutzt bereits ein weiteres Audi-Produkt als Grundlage für ein neues Crossover-Modell, das den Macan der ersten Generation ersetzen soll. Dieser lief im vergangenen Monat aus, doch sein Nachfolger kommt frühestens 2028 und basiert auf angepasster Technik des aktuellen Q5. Automotive News geht sogar so weit zu sagen, dass das lange angekündigte dreireihige SUV eng mit dem kürzlich gestarteten Q9 verwandt sein werde. Das deutet auf eine noch stärkere Verbindung zwischen Porsche und Audi hin.

2023 Porsche Mission X Konzept
Elektrisches Hypercar wirkt immer unwahrscheinlicher
Wir haben nicht vergessen, dass Porsche bereits deutlich auf einen Nachfolger des 918 Spyder angespielt hat. Allerdings war die Studie Mission X von 2023 rein elektrisch – und diejenigen, die sich solche Autos leisten können, bevorzugen offenbar weiterhin einen Verbrennungsmotor im Rücken.
Erst in der vergangenen Woche prognostizierte Bugatti-Rimac-Chef Mate Rimac, dass Performance-Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor im Hochpreissegment "noch sehr lange" bleiben werden. Randnotiz: Porsche verkaufte Anfang des Jahres seinen Anteil an Bugatti Rimac und beendete damit faktisch die VW-Konzern-Ära von Bugatti.
Die Verbindungslinien zwischen Porsche und Audi zu ziehen, fällt leicht – doch derzeit bleibt alles Spekulation. Sicher ist: Porsche wird Investoren am 7. Oktober im Rahmen seines Capital Markets Day die Produkt-Roadmap vorstellen. Dann dürften wir auch mehr über den Plan "Strategie 2035" erfahren.
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Quelle: Automotive News
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