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Mazda baut immer noch einen Pick-up. Und legt sogar einen neuen auf

Der aktuelle BT-50 wird nicht der letzte Mazda-Pick-up sein, denn der japanische Autobauer plant einen Nachfolger

2025 Mazda BT-50
Bild von: Mazda

Mazda ist vielleicht eher für stilvolle SUVs und einen ganz besonders kleinen Roadster bekannt, doch der japanische Hersteller baut weiterhin einen Pick-up. Zugegeben, leider nicht für Europa. Und obwohl das Segment zunehmend dichter besetzt ist, hat Mazda bestätigt, dass ein weiterer geplant ist. Die nächste Generation des BT-50 kommt: Vinesh Bhindi, Managing Director von Mazda Australia, bestätigte die Zukunft des Arbeitstiers.

Auf die Frage, ob Mazda im heute immer stärker fragmentierten Pick-up-Markt einen BT-50 brauche, antwortete Bhindi in einem Interview mit CarsGuide schlicht mit "ja". Als er gefragt wurde, ob das bedeute, dass ein neues Modell komme, sagte er erneut "ja".

Der aktuelle BT-50 kam 2020 auf den Markt und ist unter seinem Zoom-Zoom-Design im Kern ein Isuzu D-Max,eine Abkehr von der Ford-Ranger-Basis des Vorgängers. Mazda hat bereits bestätigt, dass man Pick-ups nicht vollständig in Eigenregie entwickelt. Der naheliegendste Weg für die nächste Modellgeneration wäre daher, die Partnerschaft mit Isuzu fortzusetzen.

<p><em>2025 Isuzu D-Max</em></p>

2025 Isuzu D-Max

Foto: Isuzu

Isuzu oder Changan? Mazda hält sich bedeckt

Damit wäre ein BT-50 der nächsten Generation eng mit dem kommenden D-Max verwandt, der in einem ähnlichen Zeitraum erwartet wird. Die aktuelle Kooperation wirkt daher wie der Weg des geringsten Widerstands, auch wenn Mazda die technischen Details noch nicht offiziell bekannt gegeben hat.

Auch Mazdas Chefdesigner Eiji Kimoto sagt bislang wenig über den neuen Pick-up. Er hat den aktuellen BT-50 gestaltet und arbeitet auch an dessen Nachfolger. Auf die Frage, ob das neue Modell eine deutliche Abkehr vom heutigen Pickup darstellen werde, hielt sich Kimoto bedeckt: "Freuen Sie sich darauf." Mehr Teaser gibt es derzeit kaum.

Angesichts der wachsenden Beziehung Mazdas zum chinesischen Hersteller Changan gäbe es für den nächsten BT-50 noch eine weitere mögliche Richtung. Mazda bezieht bereits den 6e und den CX-6e aus der chinesischen Partnerschaft, und Changan könnte den K50 Hunter als Basis beisteuern. Über weitere Modelle mit chinesischen Wurzeln wird bereits gesprochen.

Chinas Hybrid-Pickup gegen die Reichweitenangst

Der K50 Hunter ist ein Range-Extender-Hybrid mit einer 31-kWh-Batterie, zwei Elektromotoren, Allradantrieb und einer angegebenen Gesamtreichweite von 1.031 Kilometer. Sein 2,0-Liter-Turbobenziner treibt die Räder nicht direkt an, sondern arbeitet als Generator, um den Akku zu laden.

Das wäre zweifellos ein ziemlich interessanter Mazda-Pickup und nicht das erste Modell mit Reichweitenverlängerer. Der MX-30 Skyactiv-R besaß bereits einen Motor ohne mechanische Verbindung zu den Rädern. Gleiches gilt für die chinesische Version des CX-6e, den EZ-60, auch wenn dort kein Wankelmotor zum Einsatz kommt.

Mit einem Range-Extender sollte man dennoch nicht fest rechnen. Mazda Australia hat angedeutet, dass der BT-50 weiterhin auf den klassischen Pick-up-Käufer ausgerichtet bleibt, statt einer lifestyle-orientierten Hybrid-Kundschaft hinterherzulaufen. Die Strategie des Unternehmens ist es, bei Kunden zu bleiben, die ihre Pick-ups tatsächlich zum Ziehen, Transportieren und im Gelände einsetzen.

2025 Mazda BT-50

Das bedeutet: Dieselantrieb bleibt für den nächsten BT-50 zumindest zum Marktstart die wahrscheinlichste Lösung. Mazda schließt Elektrifizierung nicht grundsätzlich für alle Zeiten aus, doch unmittelbare Pläne für einen batterieelektrischen oder Plug-in-Hybrid-BT-50 gibt es nicht.

Aus unserer Sicht ist das ein vernünftiger Ansatz. Der Pickup-Markt verändert sich zwar rasant, doch viele Käufer wollen weiterhin ein vergleichsweise einfaches Arbeitstier, das viel ziehen, viel laden und auch dort bestehen kann, wo es deutlich rauer zugeht als auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Der aktuelle BT-50 verschwindet jedenfalls nicht sofort: Der Nachfolger wird für 2028 erwartet.

Mazda baut seit fast einem Jahrhundert Nutzfahrzeuge

Die Idee eines Mazda-Pickups mag manche überraschen. Besonders dann, wenn das Markenbild vor allem aus dem MX-5 und SUV-Modellen besteht. Doch Mazda hat eine jahrzehntelange Pick-up-Tradition. Das Unternehmen baut seit den späten 1950er-Jahren vierrädrige Nutzfahrzeuge, der BT-50 ist also kein jüngeres Experiment. In Deutschland gab es aber lediglich die erste Generation in den 2000er-Jahren.

Blickt man noch weiter zurück, war Mazdas erstes Fahrzeug eine Art Motorrad mit Pritsche: der 1931 vorgestellte Type-DA. Damit reicht die Nutzfahrzeug-Tradition der Marke fast ein Jahrhundert zurück.