Home

Fiat

Ducato

News

Eura Mobil Vancona: So schick können 57.400 Euro aussehen

Indigoblaue Möbel, Kupferdetails, Variobad und variable Heckbetten

Eura Mobil Vancona (2026)

Bild von: Eura Mobil

Fabian Grass Fabian Grass

Von: Fabian Grass

25. Sep. um 18:15 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

Ein Fiat Ducato muss innen nicht zwangsläufig nach Fiat Ducato aussehen. Den Beweis möchte Eura Mobil mit dem neuen Vancona antreten. Der Campervan kombiniert indigoblaue Möbel mit heller Pinienholzoptik, Kupferdetails und Sichtbetonoptik. Dazu gibt es drei Grundrisse, ein Variobad und auf Wunsch elektrisch verstellbare Heckbetten.

Am Basisfahrzeug selbst ändert das natürlich wenig. Wie der Malibu Relax 640 LE XR oder der Forster Vantasy basiert auch der Vancona auf dem Fiat Ducato. Interessant ist dabei vor allem der Malibu, der ebenfalls mit einer variablen XXL-Heckgarage ausgestattet ist. Eura Mobil geht beim neuen Vancona einen ähnlichen Weg und verpackt das Ganze innen in einen ziemlich eigenständigen Look.

Bildergalerie: Eura Mobil Vancona (2026)

Eura Mobil Vancona (2026)

23

Eura Mobil Vancona (2026) Eura Mobil Vancona (2026) Eura Mobil Vancona (2026) Eura Mobil Vancona (2026) Eura Mobil Vancona (2026) Eura Mobil Vancona (2026)

Quelle: Eura Mobil

Außen hält sich Eura Mobil noch vergleichsweise zurück. Eine matte Grafik in Kupfer und Anthrazit zieht sich über die Ducato-Karosserie, ansonsten bleibt der Vancona optisch klassischer Kastenwagen. Deutlich mutiger wird es hinter der Schiebetür. Hier treffen indigoblaue Möbelfronten auf helle Pinienholzoptik, matte Kupferstreifen und eine Dekorblende im Holzplanken-Look.

Hinzu kommen textile Oberflächen an Wänden und Decke, eine indirekte Beleuchtung sowie Fensterblenden in Lederoptik. Die Küchenarbeitsplatte besteht aus dem Mineralwerkstoff Corian und greift ebenso wie der Fußboden eine Sichtbetonoptik auf. Das klingt auf dem Papier nach ziemlich vielen Farben und Materialien auf wenig Raum, wirkt auf den ersten Bildern aber erstaunlich stimmig.

Bilder von: Eura Mobil

Bilder von: Eura Mobil

Auch beim Tisch haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen. Der kommt ohne festes Tischbein aus und schafft dadurch mehr Bewegungsfreiheit in der Sitzgruppe. Wird er nicht gebraucht, verschwindet die Platte in einem Fach im Boden. Draußen lässt sie sich wiederum an der Seitenwand einhängen. Keine spektakuläre Erfindung, im engen Kastenwagen-Alltag aber vermutlich eine der Ideen, die man ziemlich schnell zu schätzen weiß.

Die Auswahl bei den Grundrissen bleibt übersichtlich. Den Einstieg bildet der 5,99 Meter lange Vancona 595 HB. Darüber rangieren der 635 EB und der 635 HB mit jeweils 6,36 Metern Länge. Breite und Höhe bleiben mit 2,05 bzw. 2,65 Metern bei allen drei Varianten identisch. Im Innenraum stehen 1,89 Meter Stehhöhe zur Verfügung.

Bilder von: Eura Mobil

Bilder von: Eura Mobil

Entscheidender sind die Unterschiede im Heck. Im 595 HB befindet sich ein elektrisch höhenverstellbares Querbett. Wenn es nach oben gefahren wird, wächst der Stauraum darunter entsprechend mit. Das Prinzip wird im 635 HB übernommen, allerdings bietet dieser ein größeres Heckbett. So lassen sich gerade Fahrräder oder sperrigere Campingausrüstung verstauen, ohne dauerhaft auf einen Teil des Schlafkomforts verzichten zu müssen.

Der ebenfalls 6,36 Meter lange 635 EB geht einen anderen Weg. Hier gibt es zwei Einzelbetten im Heck. Darunter befinden sich herausnehmbare Stauboxen, mit denen sich der Laderaum je nach Reisegepäck variieren lässt. Wer zusätzliche Schlafplätze benötigt, kann bei allen drei Versionen die Sitzgruppe zum Bett umbauen lassen oder ein optionales Aufstelldach bestellen. Damit sind bis zu vier Schlafplätze möglich.

Bilder von: Eura Mobil

Bilder von: Eura Mobil

Auch beim Bad versucht Eura Mobil, den vorhandenen Platz möglichst clever zu nutzen. Eine schwenkbare Duschwand verwandelt den Waschraum bei Bedarf in eine separate Dusche. Wird sie nicht gebraucht, schwenkt sie einfach zur Seite und schafft wieder mehr Bewegungsfreiheit vor Waschbecken und Toilette. Große Spiegelflächen und ein Fenster lassen den ohnehin recht ordentlich dimensionierten Raum zusätzlich großzügiger wirken.

Die Küche greift den Look des restlichen Ausbaus auf und besitzt eine Arbeitsplatte aus Mineralwerkstoff. Der Wasserhahn lässt sich komplett in der Spüle versenken, darunter sorgen mehrere Auszüge für Stauraum. Dazu kommt serienmäßig ein 84-Liter-Kompressorkühlschrank. Praktisch ist auch der Flaschenhalter direkt neben dem Eingang, so stehen Wasserflaschen und Co. während der Fahrt nicht irgendwo im Weg.

Bilder von: Eura Mobil

Bilder von: Eura Mobil

Zur Serienausstattung gehören unter anderem rahmenbündige Fenster, ausstellbare Fenster in den Hecktüren sowie USB-Anschlüsse an Sitzgruppe und Bett. Der Fiat Ducato kommt zunächst mit 140 PS. Wer mehr möchte, findet in der Optionsliste auch Motorisierungen mit 160 oder 180 PS, Automatikgetriebe, Solaranlage, Lithium-Batterie und verschiedene Komfort- und Assistenzpakete.

Beim Gewicht lohnt allerdings ein genauer Blick in die Konfiguration. Der 595 HB bringt fahrbereit rund 2.911 Kilogramm auf die Waage und lässt 118 Kilogramm für Pakete und Sonderausstattung. Bei den beiden 6,36-Meter-Modellen sind es bereits rund 3.021 Kilogramm und lediglich 84 Kilogramm für zusätzliche Ausstattung. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein guter Hinweis darauf, dass beim Camper nicht jede hübsche Option automatisch eine gute Idee ist.

Eura Mobil Vancona EV 595 HB (2026)

Der EV 595 HB ist mit unter 6 Metern Länge der kürzeste und besitzt ein verstellbares Querbett

Eura Mobil Vancona EV 635 HB (2026)

Der Vancona EV 635 HB und EV 635 EB sind 6,36 Meter lang und mit Längs- oder Querbetten verfügbar

Eura Mobil Vancona (2026)

Bilder von: Eura Mobil

Bilder von: Eura Mobil

Interessant wird der Vancona schließlich beim Blick in die Preisliste. Der 5,99 Meter lange 595 HB startet bei 57.400 Euro. Für den 6,36 Meter langen 635 EB mit Einzelbetten verlangt Eura Mobil 58.700 Euro, der gleich lange 635 HB kostet ebenfalls 58.700 Euro. Angesichts des recht aufwendig wirkenden Innenausbaus und der serienmäßigen 140 PS ist das zumindest ein bemerkenswerter Einstieg.

An Konkurrenz mangelt es allerdings nicht. Mit Adria Twin Select und Twin Supreme sowie Karmann Davis Trendstyle und Lifestyle stehen gleich mehrere aktuelle Ducato-Ausbauten bereit. Dazu kommen ungewöhnlichere Lösungen wie der Mobilvetta Karys mit Hubbett und Heckgarage oder der Laika Ecovip Evoluzione. Der Vancona hält dagegen mit variablem Stauraum, Variobad und vor allem einem Innenraum, den man zumindest nicht so schnell mit dem nächsten Ducato verwechselt.

Weitere Camping-Neuheiten

Vanyx Core: Viel Carbon, Allrad und trotzdem unter 3 Tonnen

Robeta Adonis (2026): Luxus-Sprinter bekommt großen Bruder

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?



Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?



Dieser Mini-Camper ist niedlich und sündhaft teuer



Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?



Karmann Dexter 580 Sky Up: Familien-Camper mit Dachbett



Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...



Fiat wiederbelebt den Multipla als Mix aus Minivan, SUV und Pick-up