Zum Hauptinhalt springen

Für eine persönlichere Erfahrung

Robeta Adonis (2026): Luxus-Sprinter bekommt großen Bruder

Separate Dusche und riesiger Akku treffen auf Mercedes-Basis. Dazu kommt der neue Hercules.

Robeta Adonis (2026)
Bild von: Robeta
Fabian Grass Fabian Grass

Neues Bad, viel Batteriekapazität und Mercedes-Basis: Der Adonis wird umfangreich überarbeitet. Darüber rangiert künftig der neue Hercules. Der Mercedes-Camper bleibt mit 5,93 Meter Länge kompakt, der Kunde bekommt innen aber deutlich mehr geboten. Größeres Bad, separate Dusche, mehr Bordstrom. Wem knapp sechs Meter nicht reichen, für den gibt es jetzt den Hercules.

Der Mercedes Sprinter entwickelt sich zum Lieblingskind der exklusiveren Campervan-Fraktion. Der Pössl Roadstar XL Evo streckt sich auf fast sieben Meter und setzt auf ein elektrisches Hubbett. Der Bürstner Habiton 6.1 hält sich zurück. Der Robeta Adonis liegt mit 5,93 Metern noch darunter. Absicht, schließlich bleibt der Adonis so in einer Größenklasse, die sich abseits von Campingplatz und Autobahn noch entspannt bewegen lässt.

Bildergalerie: Robeta Adonis (2026)

Der Ausbau konzentriert sich auf zwei Reisende, vier Sitzplätze gibt es trotzdem. Robeta bietet sechs verschiedene Interieurwelten an, mit denen sich der Adonis vom zurückhaltenden Camper bis hin zum wohnlichen Luxus-Van konfigurieren lässt. Es gibt eine neu gestaltete Sitzgruppe und viele Möglichkeiten bei Materialien und Ausstattung.

Interessanter als die Dekorauswahl ist im Alltag das neue Bad. Robeta hat den Sanitärbereich vergrößert und spendiert dem Adonis eine separate Dusche. Unter sechs Metern ist das keine Selbstverständlichkeit. Toilette und Waschbecken müssen nicht erst verschwinden, bevor morgens die Dusche läuft. Auch die Küche wurde angefasst. Eine ausziehbare Arbeitsfläche vergrößert den Platz zum Schnippeln und Kochen, verschwindet anschließend wieder und hält den Durchgang frei.

Robeta Adonis (2026)

Robeta Adonis (2026)

Robeta Adonis (2026)

Robeta Adonis (2026)

Robeta Adonis (2026)

Robeta Adonis (2026)

Bilder von: Robeta
Bilder von: Robeta

Der Kühlschrank fasst 90 Liter. Keine Küchenzeile im Wohnungsformat, für einen Campervan dieser Größe aber eine übliche Dimension. Geschlafen wird klassisch im Heck. Die Liegefläche misst 172 x 148 Zentimeter, erweiterbar auf rund 187 Zentimeter Länge. Größere Camper werden die zusätzlichen Zentimeter zu schätzen wissen. Unter und neben dem Bett bleibt Stauraum für das übliche Reisegepäck.

Bei der Autarkie lässt Robeta nichts zu wünschen übrig. 107 Liter Frisch-, 80 Liter Grauwasser, 40 Liter Schwarzwassertank mit elektrischem Fäkalienzerkleinerer. Beim Stromsystem arbeitet Robeta mit Renogy zusammen. Je nach Konfiguration sind bis zu 500 Ah Batteriekapazität möglich. Damit wird der Adonis bei entsprechender Ausstattung zu einem ernstzunehmenden Kandidaten für längere Aufenthalte ohne Landstrom.

Robeta Adonis (2026)

Robeta Adonis (2026)

Bilder von: Robeta
Robeta Adonis (2026)

Robeta Adonis (2026)

Bilder von: Robeta

Dann gibt es noch jene Camper, denen selbst ein luxuriös ausgebauter Sprinter unter sechs Metern nicht mehr reicht. Genau für diese Kundschaft bringt Robeta den Hercules auf den Markt. Der Name deutet bereits darauf hin, dass hier nicht auf Minimalismus gesetzt wurde. Mit einer Länge von 6,97 Metern überragt der Hercules seinen kleinen Bruder um mehr als einen Meter. Auch er basiert auf dem Sprinter und nutzt den zusätzlichen Platz für einen großzügigeren Grundriss.

Robeta bezeichnet den Hercules als Grand Tourer für zwei Personen. Das Konzept bewegt sich weg vom klassischen Campervan und eher in Richtung kompaktes Luxus-Reisemobil. Das interessanteste Detail befindet sich im Heck. Dort entdeckt man ein elektrisch höhenverstellbares Längsbett mit einer Länge von bis zu 200 Zentimetern und einer Breite von 160 Zentimetern. Wenn das Bett nach oben gefahren wird, entsteht darunter eine variable Garage für Fahrräder.

Robeta Hercules (2026)

Robeta Hercules (2026)

Bild von: Robeta

Vorne gibt es eine offene Lounge mit drehbarer Sitzbank, auf Wunsch mit ausfahrbarem Fernseher. Küche und Bad sind entsprechend großzügiger gestaltet. Für die Küchen-Hochschranksäule stehen verschiedene Lösungen zur Wahl, darunter Kaffeemaschine, Weinfach oder Geschirrspüler. Beim Kühlschrank sind bis zu 140 Liter möglich. Die Kehrseite der Medaille: Unter 3,5 Tonnen geht beim Hercules nichts, C1-Führerschein ist aktuell noch Pflicht.

Preislich spielen beide in einer Liga, in der man das Wort Einstiegspreis großzügig auslegen sollte. Der Adonis startet in Deutschland bei rund 121.000 Euro. Der neue Hercules ist noch einmal ungefähr 10.000 Euro teurer und beginnt bei rund 131.000 Euro. Mit zusätzlicher Batterie, individuellen Materialien und weiteren Extras ist nach oben hin noch Spielraum.

Robeta Hercules (2026)

Robeta Hercules (2026)

Robeta Adonis (2026)

Robeta Adonis (2026)

Robeta Adonis (2026)
Bilder von: Robeta
Bilder von: Robeta

Der neue Adonis zeigt, wohin sich hochwertige Campervans entwickeln. Die Außenmaße bleiben überschaubar, während Bad, Stromversorgung und Ausstattung denen größerer Wohnmobile immer ähnlicher werden. Wer einen Sprinter mit entsprechender Ausstattung und Abenteuer-Optik sucht, hat aber reichlich Alternativen.

Der Hymer Grand Canyon S CrossOver setzt stärker auf Allrad und Autarkie, während der extravagante Atlantis Carbon 4x4 noch eine Schippe Luxus drauflegt. Beim VANME Niffler spielen Mountainbike, große Heckgarage und Offroad-Optik die Hauptrollen. Der Adonis bleibt der elegante Typ im Sprinter-Anzug. Wer mehr will, entscheidet sich für den Hercules.