Kabe Imperial Traq i830 (2026): Luxus-Liner mit Allrad
Über acht Meter lang, 190 PS und bis zu sieben Tonnen Zuggesamtgewicht
Der schwedische Premium-Integrierte kombiniert Mercedes Sprinter, Zwillingsbereifung und bis zu sieben Tonnen Zuggesamtgewicht mit optionalem Allradantrieb. Ein vollintegriertes Reisemobil mit Mercedes-Allrad? Genau das war bislang erstaunlich schwierig. Kabe ändert das jetzt und macht aus seinem über acht Meter langen Imperial einen Traq.
Der neue Imperial Traq i830 verbindet Luxus, Wintertauglichkeit und ordentlich Zugkraft mit optionalem Allradantrieb. Ganz neu ist die Idee bei den Schweden allerdings nicht. Mit dem Kabe Novum Traq 750 LGB hatte Kabe bereits einen teilintegrierten Sprinter fürs gröbere Geläuf vorgestellt. Jetzt wandert das Konzept eine Klasse nach oben in einen Vollintegrierten.
Bildergalerie: Kabe Imperial Traq i830 (2026)
Serienmäßig fährt der große Schwede mit Hinterradantrieb und Zwillingsbereifung an der Hinterachse vor. Interessanter ist allerdings das Kreuzchen in der Optionsliste: Der Traq kann auch mit Allradantrieb bestellt werden. Kabe spricht beim neuen Modell sogar von einer Weltneuheit. Denn einen Vollintegrierten auf dieser Sprinter-Basis mit Zwillingsbereifung und optionalem Allradantrieb gab es so bislang nicht.
Dabei soll der Allrad aus dem Imperial natürlich keinen Expeditions-LKW machen. Vielmehr geht es um zusätzliche Traktion auf Schnee, nassen Wiesen oder Schotterwegen, ziemlich passend für eine Marke aus Schweden. Wer den Auftritt noch etwas martialischer möchte, bekommt außerdem ein Offroad-Paket.
Dazu gehören unter anderem ein Dachträger, zusätzliche Beleuchtung und mattschwarze Aluminiumfelgen. Damit sieht der Imperial Traq zumindest so aus, als könnte er deutlich weiter fahren als bis zur parzellierten Komfortzone auf dem Campingplatz.
Unter der Haube arbeitet ein 190 PS starker Diesel in Verbindung mit Automatikgetriebe. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei stattlichen 5,5 Tonnen, die mögliche Nutzlast gibt Kabe mit 830 Kilogramm an. Noch beeindruckender wird es beim Blick auf den Anhänger.
Bis zu 1.980 Kilogramm dürfen an den Haken, das gesamte Gespann kann maximal sieben Tonnen auf die Waage bringen. Pferdeanhänger, Boot oder ein kleiner Pkw auf dem Trailer sind damit durchaus Teil des Konzepts. Für den typischen Wochenendtrip zu zweit ist das vielleicht etwas üppig, aber Imperial heißt bei Kabe schließlich nicht ohne Grund Imperial.
Mit 8,32 Meter Gesamtlänge, 2,33 Meter Breite und knapp 3,07 Meter Höhe gehört der Imperial Traq i830 ohnehin nicht zur Kategorie Campingplatz-Zwerg. Beim Grundriss stehen die Varianten LGB und LQB zur Wahl. Der LGB setzt auf zwei rund zwei Meter lange Einzelbetten im Heck, darunter befindet sich eine große Garage. Vorne ergänzt ein 1,88 x 1,22 Meter großes Hubbett das Schlafangebot. Damit lässt sich der große Kabe auch problemlos mit mehreren Personen nutzen, ohne jeden Abend die komplette Sitzgruppe umbauen zu müssen.
Beim LQB ersetzt Kabe die Einzelbetten durch ein mittig angeordnetes Queensbett mit knapp zwei Metern Länge und 1,38 Meter Breite. Dusche und Toilette liegen davor, hinzu kommen eine Winkelküche und der großzügige Wohnbereich im Bug. Je nach Nutzung der Sitzgruppe sind insgesamt bis zu sechs Schlafplätze möglich. Die Aufteilung wirkt durchdacht, ohne dabei auf Großraum-Feeling zu verzichten.
Innen bleibt der Traq trotz seines etwas abenteuerlicher klingenden Namens ein Imperial. Helle Polster, Holzoberflächen und viel indirekte Beleuchtung bestimmen den Innenraum. Zur umfangreichen Ausstattung gehören unter anderem zwei 150-Ah-Lithiumbatterien, Solaranlage und Wechselrichter sowie das Smart-D-2.0-System mit Touchpanel.
In der Küche kombiniert Kabe zwei Gasbrenner mit einem Induktionskochfeld. Dazu kommt die für die Schweden typische Ausrichtung auf Reisen zu jeder Jahreszeit. Und genau hier ergibt der Allrad vielleicht sogar mehr Sinn als bei manchem martialisch dekorierten Offroad-Camper.
Der Imperial Traq soll schließlich auch dann noch entspannt Richtung Stellplatz rollen, wenn in Skandinavien längst Schnee liegt oder der Campingplatz nach drei Tagen Dauerregen eher an eine Schlammgrube erinnert. Ein Schnäppchen wird der Imperial Traq i830 erwartungsgemäß nicht.
Schon die regulären Imperial-Modelle gehören klar zur Oberklasse, die umfangreiche Serienausstattung und der optionale Allradantrieb dürften die Rechnung beim Traq nicht kleiner machen. Dafür bekommt man einen ziemlich ungewöhnlichen Mix aus Luxusliner, Ganzjahres-Wohnmobil und Zugfahrzeug.
Die neue Hymer B-Klasse MasterLine setzt ebenfalls auf Mercedes-Technik und wurde umfangreich überarbeitet. Aus Italien hält der Laika Kreos H 5109 MB dagegen. Einen vollintegrierten Luxusliner dieser Größe mit optionalem Allrad sucht man in diesem Umfeld allerdings vergeblich.
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