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Mitsubishi: Zwei Renault-Schwestermodelle ab 2023 für Europa

Das riecht verdächtig nach Badge-Engineering

Mitsubishi verkauft ab 2023 Renault-Schwestermodelle in Europa

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

10. Mär. 2021 um 13:09 Uhr

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Wie fährt Mitsubishi in die Zukunft? Die Gerüchte besagen, dass sich die japanische Marke 2023 aus Europa zurückziehen wolle. Doch jetzt zeigt sich: Ganz so ist es dann doch nicht. Mitsubishi Motors hat beschlossen, Modelle auf Renault-Plattform in ausgewählten europäischen Märkten anzubieten.

Ab 2023 wird Mitsubishi diese beiden, in Werken der Groupe Renault produzierten Schwestermodelle über sein europäisches Vertriebsnetz verkaufen. Die Fahrzeuge basieren auf den gleichen Plattformen, verfügen aber über Differenzierungen, die die Marken-DNA von Mitsubishi widerspiegeln.

Was bedeutet das? "OEM" steht für "Original Equipment Manufacturer" und ist vor allem von Ersatzteilen bekannt. Auf Autos bezogen würde das heißen: Das Fahrzeug ist ein Renault und wird lediglich optisch auf Mitsubishi getrimmt. Ob man hier auf reines Badge-Engineering setzt wie beim Toyota Corolla/Suzuki Swace oder wie VW/Skoda/Seat stärker differenziert, wird sich zeigen.

"Mitsubishi Motors freut sich auf die Modelle auf Basis der Renault-Plattformen für den europäischen Markt und auf neue Kunden", sagt Takao Kato, der CEO von Mitsubishi Motors.

"Mitsubishi Motors hat in Europa strukturelle Reformen umgesetzt, und unsere im Juli 2020 im Rahmen unseres Mittelfrist-Unternehmensplans bekanntgegebene Entscheidung, die Entwicklung neuer Fahrzeuge für den europäischen Markt einzufrieren, bleibt bestehen. Diese enge Zusammenarbeit bietet uns nun aber die Möglichkeit, in Europa entwickelte und produzierte neue Produkte einzuführen – neben unserem laufenden Aftersales-Geschäft.", so Kato weiter.

Bildergalerie: Mitsubishi Outlander (2021)

2022 Mitsubishi Outlander

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Offiziell heißt es nur: Ein Modellmix aus dem neu eingeführten Mitsubishi Eclipse Cross PHEV und den von Renault entwickelten Schwestermodellen wird es Mitsubishi Motors ermöglichen, die eigene Wettbewerbsfähigkeit im Markt auszubauen. Das bedeutet aber auch: Langfristig sind die Tage des kleinen Space Star gezählt. Möglich wäre die Übernahme von Renault-Elektroautos, da Mitsubishi hier wenig zu bieten hat, obwohl man 2009 mit dem i-MiEV Vorreiter war. Ende 2020 endete die Produktion.

"Unser neuer Ansatz innerhalb der Allianz wird nun Realität. Dieses großartige Projekt erfüllt die Erwartungen aller Partner aus gestalterischer, regulatorischer und wirtschaftlicher Sicht. Das ist der Sinn der Allianz, und wir bei der Groupe Renault freuen uns sehr, zu diesem neuen Schritt in der Geschichte der Zusammenarbeit beizutragen", sagt Luca de Meo, CEO des Renault-Konzerns, zu dem Mitsubishi anteilig gehört.

Im Einklang mit der Ankündigung der Allianz im Mai 2020 arbeiten Renault, Nissan und Mitsubishi weiterhin an verschiedenen Initiativen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und weiteres Wachstum der drei Partnerunternehmen zu realisieren, indem sie ihre jeweiligen Führungspositionen und geografischen Stärken nutzen. Die spezifischen OEM-Modelle und die Marktauswahl werden derzeit geprüft.

MMC hat in Europa strukturelle Reformen im Einklang mit der Strategie "Auswahl und Konzentration" in seinen im Juli 2020 angekündigten mittelfristigen Geschäftsplänen durchgeführt. Das Unternehmen hat die Entwicklung neuer Automodelle für die europäischen Märkte bereits eingefroren, während es seine Forschungs- und Entwicklungsressourcen und Investitionen auf die ASEAN-Region konzentriert, in der MMC wettbewerbsfähig ist.

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Als Teil dieser allgemeinen Strukturreformen hat sich MMC darauf konzentriert, die Preise seiner Modellpalette zu optimieren, seine Logistik und Fixkosten zu verbessern und die Möglichkeit zu suchen, weitere Effizienz im Betrieb zu realisieren. Das Unternehmen hat außerdem beschlossen, den Verkauf von Neuwagen in einigen europäischen Ländern bis 2023 einzustellen. 

Wie eingangs erwähnt, bleiben aber "ausgewählte Hauptmärkte" übrig, zu denen sehr wahrscheinlich auch Deutschland gehören wird. 

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