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Mercedes-AMG entwickelt einen neuen C 63 und es könnte zwei Modelle geben
Der nächste C 63 ist in Arbeit, wobei die Ingenieure sowohl Benzin- als auch Elektroversionen prüfen.

Bild von: Mercedes-Benz

Von: Adrian Padeanu
Übersetzt von: Roland Hildebrandt
Veröffentlicht von: Roland Hildebrandt
22. Okt. um 11:12 Uhr
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Der AMG C 63 könnte eine zweite Chance bekommen und diesmal könnten Käufer zwischen Benziner und Elektroantrieb wählen. Nachdem der umstrittene Vierzylinder-Plug-in-Hybrid viele traditionelle AMG-Enthusiasten nicht überzeugen konnte, scheint Mercedes seinen Ansatz für das Performance-Topmodell der C-Klasse zu überdenken.
Mercedes-Technikvorstand Jörg Burzer hat angedeutet, dass AMG künftige 63er-Modelle sowohl mit Benzin- als auch mit Elektroantrieb anbieten könnte. Im Gespräch mit der australischen Publikation Drive bestätigte Burzer auf die Frage nach den beiden Antriebsoptionen: "Wir arbeiten an beidem."
Bildergalerie: Mercedes C-Klasse Limousine (2026) und Mercedes C-Klasse T-Modell (2026)

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Quelle: Mercedes-Benz
Auf die Nachfrage, ob das bedeuten könnte, einen benzinbetriebenen C 63 parallel zu einem elektrischen Pendant zu verkaufen, wiederholte der Manager dieselbe Antwort. Das legt nahe, dass Affalterbach beide Möglichkeiten prüft, ohne offiziell Pläne für ein C-63-Programm mit zwei Antriebsarten zu bestätigen.
So oder so scheint die Bezeichnung C 63 vor einem Comeback zu stehen. Und zwar möglicherweise sowohl für Modelle mit Verbrennungsmotor als auch für elektrische Varianten. Damit hätte AMG zwei Wege, um das Segment der Hochleistungslimousinen zu bedienen, während Mercedes seine Elektro-Palette ausbaut und gleichzeitig Benzinmotoren für Kunden im Programm hält, die noch nicht umsteigen möchten.

2024 Mercedes C63 S E Performance
Foto: Chris Rosales / Motor1
Der Vierzylinder-C 63 steht vor dem Aus
Das wäre ein deutlicher Kurswechsel für ein Modell, das sich seinen Ruf über Jahre mit großen Motoren, heckgetriebenem Fahrspaß und einem unverwechselbaren Auspuffsound erarbeitet hat. Der aktuelle C 63 versuchte, diese Formel mit einem verkleinerten Motor und Plug-in-Hybrid-Unterstützung neu zu interpretieren. Wie das ausgegangen ist, wissen wir inzwischen …
Mercedes-AMG hat bereits bestätigt, dass der Vierzylinder-C 63 auslaufen wird. Als vorläufiges Performance-Modell dürfte ein C 53 mit Reihensechszylinder nachrücken, der einen aufgeladenen 3,0-Liter-Motor ohne Plug-in-Hybrid-Unterstützung nutzt. Naheliegend ist der gleiche Antrieb wie im GLC 53: Dort leistet der Sechszylinder 326 kW (443 PS) und liefert 600 Nm Drehmoment. Eine Overboost-Funktion für zehn Sekunden erhöht das Drehmoment auf 640 Nm.
Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass das C-63-Emblem endgültig verschwindet. Eine künftige Generation könnte es mit einem anderen Verbrennungsmotor zurückbringen, auch wenn ein V8 alles andere als sicher ist. Mercedes hat zwar bestätigt, seine V8-Motoren bis in die 2030er-Jahre am Leben zu halten. Manager hatten jedoch bereits erklärt, dass man nicht plant, die aktuelle C-Klasse wieder mit Achtzylinder anzubieten.

2024 Mercedes-AMG C63 S E Performance
Foto: Mercedes-Benz
Das Modell hat erst kürzlich sein Facelift zur Mitte des Lebenszyklus erhalten – damit bleibt wenig Zeit, die Investitionen für Entwicklung und Homologation einer V8-Version wieder einzuspielen.
Ein elektrischer AMG C 63 könnte das Angebot ergänzen
Die andere Möglichkeit ist ein elektrischer C 63 auf Basis der neuen batterieelektrischen C-Klasse. Mercedes hat bereits eine elektrische Version seiner beliebten Limousine vorgestellt und damit die Grundlage für eine schärfere AMG-Ableitung geschaffen. Die Herausforderung: Elektrische Performance allein dürfte nicht reichen, um traditionelle C-63-Käufer zu überzeugen.
Bildergalerie: Mercedes C 400 4Matic EQ (2026)

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Quelle: Mercedes-Benz
Das bisherige Modell hat gezeigt, dass beeindruckende Leistungsdaten nicht automatisch Begeisterung bei Enthusiasten auslösen. AMG müsste das mitreißende Fahrerlebnis liefern, das frühere C-63-Generationen so einprägsam gemacht hat.
Mit Verbrenner- und Elektroversion könnte Mercedes-AMG zwei sehr unterschiedliche Kundengruppen ansprechen. Käufer, die weiterhin einen Benziner wollen, bekämen eine klassische Performance-Limousine, während Kunden mit Bereitschaft zur Elektrifizierung eine batterieelektrische Alternative hätten.
Das würde auch zur breiteren Mercedes-Strategie passen, Elektro- und Verbrennermodelle parallel zu entwickeln, statt alle Kunden auf denselben Antriebstyp festzulegen. BMW verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Zunächst soll im kommenden Jahr ein elektrischer M3 starten, bevor 2028 eine weitere Generation der Sportlimousine mit Sechszylinder folgt.
Mercedes C 63 S E Performance (2024) im Test

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Quelle: Chris Rosales / Motor1
Die Zukunft ist noch offen
Bei Mercedes bleibt die genaue Formel allerdings unklar. Man hat weder technische Daten noch Fahrleistungen oder einen Zeitplan für einen neuen C 63 veröffentlicht. Die Möglichkeit getrennter Benzin- und Elektroversionen sollte daher nicht mit einem finalisierten Produktplan verwechselt werden.
Trotzdem ist die Aussicht, den C 63 in irgendeiner Form zurückzubringen, eine gute Nachricht für Enthusiasten. Der Abschied des aktuellen Modells hinterlässt eine spürbare Lücke im AMG-Programm – besonders für Käufer, die eine sportliche Limousine suchen, die es mit dem BMW M3 oder dem neuen Audi RS 5 aufnehmen kann, der auf einen Plug-in-Hybrid-Antrieb mit V6 setzt.
Ob der nächste C 63 mit Benzin, Strom oder am Ende mit beidem fährt: Mercedes-AMG hat die Chance, die Formel diesmal besser zu treffen. Nach der Resonanz auf den Vierzylinder-Plug-in-Hybrid weiß man in Affalterbach, dass reine Leistungswerte für die Schlagzeile allein nicht reichen.
Sollte ein C 63 der nächsten Generation mit Benzinmotor tatsächlich geplant sein, ist angesichts des jüngsten Facelifts der aktuellen C-Klasse kaum vor 2030 damit zu rechnen. Ein elektrischer C 63 könnte früher erscheinen, offiziell bestätigt ist bislang jedoch nichts.
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Quelle: Drive
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