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Bugatti F.K.P. Hommage zeigt sich erstmals live (Update)
Ein einzigartiger Veyron-Umbau huldigt Ferdinand K. Piëch und dem W16

Bild von: Bugatti
Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
Aktualisiert: 30. Jan. um 11:41 Uhr
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Update vom 30. Januar 2026: Nach der digitalen Enthüllung am 22. Januar präsentierte Bugatti jetzt die physische Weltpremiere des F.K.P. Hommage auf der Rétromobile 2026 im Rahmen der ersten Ultimate Supercar Garage.
Dieser neue Bereich innerhalb der renommierten Pariser Veranstaltung, der ganz der Welt der Supersportwagen gewidmet ist, bot eine passende Bühne für die zweite Kreation aus dem Programme Solitaire. Und es gibt Live-Bilder zum Genießen:
Bildergalerie: Bugatti F.K.P. Hommage auf der Retromobile 2026

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Quelle: Bugatti
Hier unser Original-Artikel vom 22. Januar 2026:
Man kann von Prof. Dr. Ferdinand Karl Piëch halten, was man will. Aber ohne ihn gäbe es weder den Bugatti Veyron noch dessen gewaltigen 8,0-Liter-W16. Jetzt bekommt "FKP" knapp sieben Jahre nach seinem Tod eine besondere Ehrung. Nachdem Lamborghini schon vor Jahren den Sian FKP 37 erschuf, zeigt Bugatti jetzt ein ganz besonderes Unikat.
Vor zwanzig Jahren setzte der Bugatti Veyron neue Maßstäbe in der Automobilwelt. Mit 1.001 PS, einer Höchstgeschwindigkeit von über 400 km/h und einem bis dahin unerreichten Anspruch an Komfort und Technik begründete er ein neues Segment: den Hypersportwagen. Mit der zweiten Kreation des Programme Solitaire präsentiert Bugatti nun den F.K.P. Hommage. Das Einzelstück mit Elementen des Chiron verweist auf den Veyron und würdigt zugleich Prof. Dr. Ferdinand Karl Piëch, der seine Entstehung ermöglichte.
Bildergalerie: Bugatti F.K.P. Hommage (2026)

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Quelle: Bugatti
Die Geschichte des Veyron begann nicht in Molsheim, sondern in einem Hochgeschwindigkeitszug in Japan. Dort skizzierte Piëch die W-Motor-Architektur, die später zum technischen Kern der Wiederbelebung von Bugatti wurde. Als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns hatte er seine Ingenieurskompetenz zuvor mit der VR-Motorenfamilie unter Beweis gestellt: vom VR6 im Golf über W8 und W12 für Passat, Phaeton und Bentley bis hin zum W16 mit vier Turboladern.
Der W16 zeichnet sich durch seine kompakte Bauweise aus. Durch die versetzte Anordnung der Zylinder in kurzen, breiten Bänken konnte die Motorlänge von rund einem Meter auf 645 Millimeter reduziert werden. Dadurch ließ sich der Radstand des Veyron auf 2.700 Millimeter begrenzen. In Verbindung mit Allradantrieb und ausgewogener Gewichtsverteilung entstand ein Hypercar, das Leistung und Alltagstauglichkeit verband.

Bugatti Veyron: Entwicklung und Erprobung
Bild von: Bugatti
Hendrik Malinowski, Managing Director von Bugatti, beschreibt Piëchs Ansatz als kompromisslos: über 1.000 PS, mehr als 400 km/h, Allradantrieb und ein Anspruch an Eleganz, der auch formelle Nutzung zuließ. Der F.K.P. Hommage greift diese Leitidee auf und kombiniert die Proportionen des Veyron mit zwei Jahrzehnten technischer Weiterentwicklung.
Bereits das 1999 auf der Tokyo Motor Show gezeigte Veyron-Konzept setzte sich formal von damaligen Supersportwagen ab. Entworfen von Jozef Kaban unter der Leitung von Hartmut Warkuß, verzichtete es auf ausgeprägte Keilformen und wirkte bewusst zurückgenommen. Diese vom Bauhaus geprägte Gestaltung ist bis heute tragfähig und bildet die Basis des neuen Einzelstücks.
Der F.K.P. Hommage nutzt die höchste Ausbaustufe der W16-Plattform. Der 1.600 PS starke Quad-Turbomotor stammt aus dem Chiron Super Sport, der Piëchs Ziel einer Geschwindigkeit von über 300 mph mit 490,48 km/h in Ehra-Lessien erreichte. Größere Turbolader, effizientere Ladeluftkühler, optimierte Kühlsysteme und ein verstärktes Getriebe ermöglichen das höhere Drehmoment.

Bugatti F.K.P. Hommage (2026)
Bild von: Bugatti
Äußerlich bleibt die Grundhaltung des Veyron erhalten, wurde jedoch weiterentwickelt. Die Karosserieflächen sind neu modelliert, der aus einem Aluminiumblock gefräste Hufeisen-Kühlergrill ist dreidimensional ausgeführt und stärker in die Front integriert. Die Farbtrennung folgt dem überarbeiteten Panel-Layout. Größere Lufteinlässe an der Front unterstützen den leistungsstärkeren Motor, die seitlichen Einlässe hinter den Insassen bleiben erhalten. Neue Radgrößen von 20 Zoll vorne und 21 Zoll hinten nutzen aktuelle Michelin-Reifen.

Bugatti F.K.P. Hommage (2026)
Bild von: Bugatti
Auch die Lackierung profitiert von technischen Fortschritten. Eine silberne Aluminiumbasis unter einem rot getönten Klarlack erzeugt Tiefe und Lichtwirkung. Schwarzes Sichtkarbon mit zehnprozentiger Tönung ersetzt die frühere schwarze Lackierung und setzt Kontraste.
Frank Heyl, Design Director von Bugatti, verweist auf die besondere Stellung des Veyron als erstes Fahrzeug seiner Art. Bereits ab 2008 entwickelte er Entwürfe für mögliche Weiterentwicklungen, die nun im Rahmen des Programme Solitaire umgesetzt wurden. Der F.K.P. Hommage versteht sich als konsequente Würdigung dieser frühen Visionen.
Der Innenraum unterscheidet sich grundlegend von anderen aktuellen W16-Modellen wie Chiron oder Mistral. Ein rundes Lenkrad im Stil des ursprünglichen Veyron trifft auf eine neu konstruierte Mittelkonsole und eine Getriebetunnelabdeckung aus massivem Aluminium. In Paris gewebte Stoffe, von Bugatti als „Car Couture“ bezeichnet, erweitern das Individualisierungsangebot, das mit dem Tourbillon eingeführt wurde.

Bugatti F.K.P. Hommage (2026)
Bild von: Bugatti
Zentrales Element der Mittelkonsole ist eine 41 Millimeter große Audemars Piguet Royal Oak Tourbillon, speziell für dieses Fahrzeug gefertigt. Die Uhr sitzt in einer achteckigen Einfassung mit Engine-Turn-Finish, das an historische Bugatti-Motorenteile erinnert. Ein mechanischer Selbstaufzug wird durch Fahrzeugbewegungen ohne elektrische Verbindung angetrieben.
Bugatti-Designchef Frank Heyl verweist auf Skizzen für die Weiterentwicklung des Veyron, die nun zum Einsatz kamen: "Als ich 2008 bei Bugatti anfing, skizzierte ich Weiterentwicklungen des Veyron und überlegte, wie wir das Design verfeinern könnten. Letztendlich wurden diese Projekte nie umgesetzt, aber es scheint fast so, als hätte Prof. Dr. Piëch vorausgesehen, dass wir sie eines Tages brauchen würden. Wenn er noch hier wäre, um zu sehen, wie diese 'nächste Gelegenheit' Wirklichkeit geworden ist, würde er sicherlich zustimmen, dass dies die angemessenste Würdigung seiner Vision ist, die wir uns vorstellen können."

Bugatti F.K.P. Hommage (2026)
Bild von: Bugatti
Heyl weiter: "Mit dem F.K.P. Hommage würdigen wir seine Vision mit einem Motor der höchsten Spezifikation mit 1.600 PS, einem verstärkten Doppelkupplungsgetriebe, den neuesten Reifenmischungen und optimierter Thermik und Aerodynamik. All diese Merkmale, verpackt in der zeitlosen Form eines Veyron, sind das Ergebnis aus 20 Jahren W16-Evolution. Es war eine große Ehre, bei diesem Projekt direkt mit dem Kunden zusammenzuarbeiten und jedes Detail in mehreren
Iterationen zu verfeinern, um das zu schaffen, was ich für den idealen, definitiven Veyron halte."
Der F.K.P. Hommage ist nach dem Brouillard das zweite Fahrzeug des Programme Solitaire. Im Rahmen dieser Bugatti-Initiative entstehen jährlich bis zu zwei Einzelstücke, bei denen Karosserie und Innenraum neu interpretiert und maximal individualisiert werden. Ziel ist es, technische Entwicklung und Markengeschichte in jeweils eigenständiger Form fortzuschreiben.
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