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VW zeigt einen Sportwagen, der nie in Serie ging
Bisher unveröffentlichte Entwürfe zeigen, was 2017 hätte sein können

Bild von: Volkswagen

Von: Adrian Padeanu
Übersetzt von: Roland Hildebrandt
Veröffentlicht von: Roland Hildebrandt
4. Aug. 2025 um 11:09 Uhr
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Stellen Sie sich Folgendes vor. Wir schreiben das Jahr 2017. Dieselgate ist in vollem Gange. Volkswagen versucht, die Aufmerksamkeit von dem Skandal um seine abgasbetrügerischen TDI-Autos abzulenken, indem es eine Reihe von ID.-Konzepten vorstellt. Das ursprüngliche ID.-Showcar hatte bereits ein Jahr zuvor debütiert, 2017 folgte der ID. Crozz als ein erster Ausblick auf den späteren ID.4.
Doch hinter den Kulissen des Designstudios nahm etwas viel Aufregenderes Gestalt an: ein Sportwagen.
Bildergalerie: Volkswagen Sportwagen-Entwürfe von 2017

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Quelle: Volkswagen
Nie zuvor gezeigte Skizzen enthüllen eine aufregende Variante der MEB-Plattform des VW-Konzerns. Štěpán Řehák, Sprecher für Design & Concept Cars, hat kürzlich auf LinkedIn beeindruckende Zeichnungen eines vollelektrischen Sportwagens geteilt. Der von Tibor Juhasz entworfene Hochleistungs-EV soll eine Hommage an den SP2 sein.
Nein, nicht an Ferraris Supersportwagen Monza SP2, sondern an das Sportcoupé von Volkswagen aus den 1970er Jahren. Zwischen 1972 und 1976 entstanden in Brasilien gut 10.000 Exemplare mit 1700er-Boxermotor im Heck.

Bild von: Volkswagen
Der in Brasilien entwickelte und gebaute SP2 basierte auf dem bereits existierenden Typ 3, um die Kosten niedrig zu halten. Er verfügte über einen Heckmotor und Hinterradantrieb. Sein geistiger Nachfolger, der allerdings nie realisiert wurde, verzichtete auf den luftgekühlten Motor und das Viergang-Schaltgetriebe zugunsten eines Elektromotors, der vermutlich hinten eingebaut wurde, da bisher alle MEB-basierten Fahrzeuge über Heck- oder Allradantrieb verfügten.
Bildergalerie: VW SP2 (1973)

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Quelle: Volkswagen
Während der ursprüngliche SP2 nicht von Giorgetto Giugiaro gestaltet wurde, hat sich der ID. Sportwagen von dem legendären Designer inspirieren lassen, der für die ersten Golf, Passat, Scirocco, Jetta und die wilden W12-Supercar-Konzepte verantwortlich war. In einem LinkedIn-Post teilte Tibor die Vision hinter seinem modernen SP2-Entwurf aus dem Jahr 2017:
"Mein SP2-Vorschlag wurde aus reiner Intuition geboren. Er sah eine elektrische Zukunft vor, die vom Fortschritt angetrieben wird, aber tief in klassischen Werten verwurzelt ist. Mein Ziel war klar: nach vorne bauen, ohne das zu verlieren, was uns ausmacht. Emotionen, Energie und Visionen kamen zusammen, um etwas zu schaffen, das noch heute nachhallt."
Doch das tief liegende Coupé mit seinen muskulösen Bögen schaffte es nie über das Reißbrett hinaus. VW hatte Wichtigeres zu tun, als ein Nischenprodukt auf den Markt zu bringen, das letztlich ein Nischenprodukt gewesen wäre. Stattdessen konzentrierte man sich auf Elektrofahrzeuge für die Großserie wie den ID.3, ID.4, ID.5 und ID.7. Trotzdem fand das Unternehmen noch Platz für den ID. Buzz, der Sportwagen blieb leider auf der Strecke. Ebenso übrigens der putzige ID. Buggy.

Bild von: Volkswagen
Dieser namenlose Performance-EV ist nicht das erste aufregende Konzept von VW in der Neuzeit, das nie in Produktion ging. Da wir Dieselgate angesprochen haben, erinnern sich einige vielleicht an den BlueSport von 2009, einen Mittelmotor-Roadster mit einem 2,0-Liter-TDI. Davor gab es 2005 den EcoRacer, ein weiteres Konzept mit Dieselantrieb. Und dann war da noch der XL Sport von 2014, der mit einem V2-Motor aus der Ducati Superleggera ausgestattet war. Doch im Vergleich zum legendären W12 verblassen sie alle.
Angesichts des drohenden europäischen Verkaufsverbots für Neuwagen mit Verbrennungsmotoren ist es für VW zu spät, einen neuen Sportwagen mit Verbrennungsmotor auf den Markt zu bringen. Dennoch bietet dieser spirituelle SP2-Nachfolger einen Hoffnungsschimmer, dass eines Tages ein spezielles Performance-Modell auf den Markt kommen könnte. Die Wolfsburger haben versprochen, die GTI- und R-Marken in die Elektro-Ära zu übertragen, aber ein eigenständiger Sportwagen in der Form dieses zweitürigen Konzepts wäre noch viel spannender.
Sicher, er würde sich nicht wie ein klassischer Kompaktwagen verkaufen, geschweige denn wie ein SUV. Aber ein Sportwagen könnte nach Jahren der Beschädigung des Markenimages von VW Wunder bewirken. Audi bereitet sich auf seinen "TT Moment 2.0" vor, vielleicht ist es also an der Zeit, dass die große Schwester nachzieht?
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Quelle: Volkswagen
Quelle: Stepan Rehak / LinkedIn, Tibor Juhasz / LinkedIn
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