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Toyota bereitet Modelle auf Betrieb mit regenerativem Diesel vor

Biokraftstoff HVO 100 ab Anfang 2023 für Land Cruiser und Hilux nutzbar

Toyota Hilux Auspuff

Manuel Lehbrink Manuel Lehbrink

Von: Manuel Lehbrink

26. Jul. 2022 um 11:34 Uhr

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Elektro- oder Wasserstoff-Antriebe? Hybrid-Fahrzeuge? Die Zukunft der automobilen Fortbewegung wird diverser und schreibt sich Umweltfreundlichkeit auf die Fahnen. Aber auch Verbrennungsmotoren lassen sich umweltfreundlicher betreiben, wenn Kraftstoffe wie Benzin oder Diesel anders hergestellt werden. Doch dann müssen die Fahrzeuge angepasst werden. Jüngstes Beispiel ist Toyota, wo Modelle nun für regenerativen Diesel vorbereitet werden.

Alle ab erstem Quartal 2023 gefertigten Dieselmotoren der Modelle Land Cruiser und Hilux können ab diesem Zeitpunkt mit dem regenerativen Dieselkraftstoff HVO 100 betrieben werden. Dieser wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren und nachhaltigen Quellen wie beispielsweise Altspeiseöl hergestellt. Die leichten Nutzfahrzeuge von Toyota sind bereits jetzt schon für den Einsatz der grünen Dieselvariante gewappnet.

Im Detail: Bei HVO 100 handelt es sich um hydriertes Pflanzenöl, das der europäischen Qualitätsnorm EN 15940 für paraffinischen Diesel entspricht. Er hat eine höhere Cetanzahl als Standarddiesel und einen geringeren Schwefel- und Aromatengehalt. Gewonnen wird der Kraftstoff aus Pflanzenölen wie Palm- oder Rapsöl sowie Abfallstoffen wie Altspeiseöl.

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Das Angebot an HVO 100 in Europa steigt kontinuierlich. In Belgien, Dänemark, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Norwegen und Schweden gibt es bereits rund 1.000 Zapfsäulen. In den kommenden Jahren soll die Produktion des regenerativen Diesels von derzeit rund vier Millionen Tonnen pro Jahr auf 15,5 Millionen Tonnen bis 2030 steigen.

Bei der Verwendung von HVO 100 anstelle von gewöhnlichem Diesel sind keine speziellen Maßnahmen oder Änderungen der Fahrweise erforderlich. Technisch ist nur eine Anpassung des Einspritzsystems nötig, um die Kraftstoffmenge zu erhöhen. Denn HVO 100 hat eine geringere Kraftstoffdichte als herkömmlicher Diesel.

Die Umstellung hat keinen Einfluss auf die Betriebsfähigkeit des Fahrzeugs. Auch können beide Kraftstoffe im Alltag gemischt verwendet werden. Die Anpassung des Einspritzsystems und der Einsatz von HVO 100 führen lediglich zu einer geringfügigen Erhöhung der maximalen Motorleistung.

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