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VW Passat Variant (2023) im exklusiven Motor1-Rendering
Die beliebte Mittelklasse wird eleganter und kommt nur noch als Kombi

Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
6. Mai 2022 um 17:00 Uhr
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Der Passat ist eines der ältesten und traditionsreichsten Modelle in Europa. Seit seiner Einführung im Jahr 1973 hat sich das Mittelklasse-Modell im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt und umfasst mittlerweile acht Generationen. Am 3. April 2019 wurde im Volkswagen-Werk Emden die Produktionsschallmauer von 30 Millionen Exemplaren durchbrochen.
Der jüngste Passat, intern B8, wurde 2014 eingeführt und erhielt 2019 ein Facelift. Ende 2021 wurde aber die Version mit Stufenheck eingestellt. Mit ein Grund dafür ist der sinkende Stern des Passat, dessen glorreichste Tage hinter ihm liegen. Das zeigen die Absatzzahlen: 2021 waren es 82.488 Passat-Verkäufe in Europa, 2020 noch 115.363, 1998 sogar fast 350.000.
Inzwischen liegt aber ein Golf Variant auf früherem Passat-Niveau, konzernintern gibt es zudem harte Konkurrenz vom Skoda Octavia und Superb. Und viele Kunden greifen mittlerweile lieber zu einem SUV. Dennoch bekommt der VW Passat eine neue Generation, intern B9 genannt.


Was wissen wir dazu? Seitens Volkswagen hält man sich noch bedeckt. "Unsere MQB-Modelle werden wir in den kommenden Jahren weiterentwickeln: Die nächste Generation macht nochmal einen Sprung nach vorne. Der neue Passat, Tiguan und Tayron werden bei Qualität, Wertigkeit, Funktionen und digitales Erlebnis neue Standards setzen."
Konzernchef Herbert Diess sagt: "Der Verbrenner-Markt wird in den kommenden zehn Jahren um mehr als 20 Prozent zurückgehen." Nach dem ID.4, der ab 2022 im bisherigen Passat-Werk in Emden gefertigt wird, läuft ab 2023 auch der "Aero B" als Limousine und Kombi vom Band, ein vollelektrisches Modell in der Größe des Passat. Der "Aero B" könnte den Arteon beerben. VW selbst sieht den nur in China angebotenen ID.6 als größenmäßiges Pendant zum Passat.

VW Passat Variant 2019 vs. 1974
Fest steht: Den nächsten Passat wird es nur noch als Kombi respektive Variant geben. Zugleich wird der Passat B9 ab 2023 in Bratislava gemeinsam mit dem dann ebenfalls neuen Skoda Superb gebaut. Erlkönige des künftigen Passat Variant zeigen eine Mischung aus einem flacheren, eleganteren Dachverlauf, Elementen des Golf, aber trotzdem auch eine gewisse Evolution des bisherigen Designs.
Tatsächlich kann hier der Modellwechsel von Golf 7 zu Golf 8 als Vorbild dienen: Keine grundsätzlich neue Linienführung, der Passat bleibt als Passat erkennbar. Unser exklusives Rendering greift diesen Gedanken auf. Die schmalen Scheinwerfer beinhalten Matrix-LED-Technik, von vorne wirkt der Wagen aufgeräumter mit einer gewissen Nähe zu den ID-Modellen.

Die schon erwähnte elegantere Dachlinie beim neuen Passat Variant ähnelt der des nächsten Superb Combi, von dem bereits eine Skizze (Bild) veröffentlicht wurde. Im Vergleich zum aktuellen Modell verkleinern sich die Seitenfenster beim neuen Passat nach hinten, auch die Dachlinie fällt etwas stärker ab. Möglicherweise soll der B9 Variant auch den Arteon Shooting Brake ersetzen.
Weitere Neuheiten im Rendering:
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Und technisch? Wie gehabt MQB-Plattform, ergo Motoren wie im Golf oder T7 Multivan. Der neue Passat könnte auf Benzinerseite mit dem 130 PS starken 1.5 TSI starten, 48-Volt-Mildhybrid inklusive. Auf 245 PS bringt es zur Zeit der Passat GTE mit Plug-in-Hybrid, hier dürfte VW eher an der Reichweite feilen.
Beim Diesel gilt der 2.0 TDI mit 150 PS für das wichtige Flottengeschäft als gesetzt, die Version mit 200 PS könnte einem Passat Alltrack vorbehalten bleiben. Erlkönigbilder des Innenraums zeigen ein sehr großes Display in der Mitte und ein kleines vor dem Fahrer. Da es den Passat künftig vermutlich nur noch mit Automatik gibt, befindet sich am Lenkrad ein Wählhebel. Mehr wissen wir gegen Mitte 2023, wenn der neue Passat erscheint.
Bildergalerie: VW Passat Variant (2023) im Motor1-Rendering
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