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Opel Astra Sports Tourer Hybrid (2026) im Test: Total Normal
Genügt der Mildhybrid-Benziner im Facelift für den normalen Alltag?

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Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
18. Jul. um 12:14 Uhr
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Kompakte Kombis haben bei Opel seit 1963 Tradition: Damals brachte die Marke den ersten Kadett als "Caravan 1000" auf den Markt. Sogar mit einer optionalen dritten Sitzreihe im Heck. Und das bei Abmessungen, die heutzutage selbst Kleinwagen übertreffen: 3,92 Meter Länge, 1,48 Meter Breite.
63 Jahre später ist der aktuelle Astra als Kombi im Format dort, wo sich einst der letzte Rekord befand. Wobei: Das K-Wort steht natürlich nicht im Prospekt. "Sports Tourer" möchte es für Opel schon sein. Obwohl es weder GSi noch OPC gibt und selbst der GSe mit Plug-in-Hybrid seit dem Facelift im Februar 2026 fehlt.
Schnelle Daten Opel Astra Sports Tourer Hybrid (2026) Antrieb Dreizylinder-Turbobenziner, 1.199 ccm Getriebe elektrisches 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (eDCT) Systemleistung / Drehmoment 107 kW (145 PS) / 230 Nm bei 1.750 U/min 0 - 100 km/h 9,0 Sek. Höchstgeschwindigkeit 210 km/h Verbrauch (WLTP) / CO2-Emission 5,0 - 5,1 Liter/100 km, 112 - 114 g/km Basispreis 34.890 Euro
Karosserie/Design
Das liefert uns aber ein gutes Stichwort, um die Änderungen am Astra zu erwähnen. Radikal wurde der Golf-Gegner nicht überarbeitet. Im wahrsten Wortsinne von "Facelift" ist das aufgehübschte Modell noch an der Frontpartie zu erkennen. Zu den Highlights des neuen Auftritts zählen der erstmals beim Astra beleuchtete Opel-Blitz an der Front und das adaptive blendfreie Intelli-Lux-HD-Licht.
Bildergalerie: Opel Astra Sports Tourer Hybrid (2026) im Test

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Quelle: Motor1.com Germany
Ansonsten unterscheidet sich der neue Astra L nicht von seinen älteren Brüdern, Gebrauchtkäufer wird es freuen. Kollegin Hiller ging auf die optischen Unterschiede bereits hier in ihrem Test des Astra Fünftürers ein.
Innenraum
Was gibt es im Cockpit zu notieren? Zum Beispiel die serienmäßigen Intelli-Sitze mit ergonomischer Vertiefung. Sehr gut! Geblieben sind die großen Displays samt links beim Fahrer integrierter Lüftungsdüse. Schön sind die vielen echten Tasten unterhalb des Touchscreen und im Lenkrad. Schade hingegen: nur eine einzelne Lüftungsdüse in der Mitte.
Rausgeflogen ist die für Kratzer und Fingerabdrücke anfällige Klavierlackoptik auf der Mittelkonsole. Zwar hat sich Opel bei der Inneneinrichtung Mühe gegeben, doch Hartplastik dominiert weiterhin. Speziell in den Türverkleidungen wirkt das doch sehr einfach. Nicht zwingend ein Beinbruch, nur ruft Opel eben keine Dacia-Preise auf. Nachhaltig: Im Innenraum des neuen Astra Sports Tourer sind 100 Prozent recycelte Stoffe verarbeitet. Was auch nachhaltig auffällt: Die Software gehört nicht zu den Schnellsten, manchmal dauert es, bis die Rückfahrkamera bereit ist.



Bilder von: Opel
Bilder von: Opel
Entscheidend ist aber hinten, das wissen nicht nur Fußbaltrainer. Und hier nutzt Opel doch tatsächlich mal das K-Wort: "So passen im Kombi je nach Variante bei umgelegten Sitzen bis zu 1.634 Liter an Gepäck ins Heckabteil." Da finden nicht nur zahlreiche Koffer und Arbeitsutensilien, sondern auch voluminösere Gegenstände wie Transportboxen bequem Platz, einfach zu beladen über die rund 60 Zentimeter niedrige Ladekante.
Und sollen Skier oder ein Surfbrett mit an Bord, kann die Rücksitzlehne flexibel im Verhältnis 40:20:40 umgeklappt werden, die Ladelänge am Boden erweitert sich so auf bis zu 1,85 Meter. Ein wahrer Koffer-Raum, gut nutzbar, kein verschenkter Platz. Gerade für großgewachsene Menschen höchstens befriedigend ist dagegen der Fond. Hier punkten Produkte aus dem Volkswagen-Konzern deutlicher.
Abmessungen Opel Astra Sports Tourer Hybrid (2026) Länge x Breite x Höhe (in mm) 4.642 x 1.859 x 1.480 mm Radstand 2.732 mm Kofferraumvolumen 597 - 1.634 Liter Leergewicht 1.454 kg Zuladung 496 kg Anhängelast 1.150 kg Dachlast / Stützlast 75 / 70 kg
Antrieb/Fahreindrücke
BMW protzt ja manchmal mit seiner breiten Antriebspalette, doch auch Opel muss sich beim Astra nicht verstecken. Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid oder Elektro. Da dürfte jeder fündig werden. PHEV und Strom haben wir im bereits erwähnten Fünftürer-Test schon abgefrühstückt. Weshalb ich den Benziner mit Mildhybrid wählte. Er ist der günstigste Einstieg beim Astra ST und sicherlich für viele Normal-Familienoberhäupter die erste Wahl.
Kurzer Blick aufs Datenblatt: 1,2-Liter-Dreizylinder, 107 kW gleich 145 PS Leistung, Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Und eine wirklich kleine 0,9-kWh-Batterie. Sie lädt sich vor allem beim Bremsen auf und tritt beim Anfahren oder sehr kurzen Distanzen in Aktion.

Opel Astra Sports Tourer Hybrid (2026) im Test
Bild von: Opel
Den Dreizylinder hat Opel gut gedämmt, aber die Wechsel der Antriebsart sind im System hör- und spürbar. Mehr Manieren bitte, auch beim im unbeladenen Zustand poltrigen Fahrwerk. Vielleicht hilft hier ein anderes Reifenformat. Unser Testwagen hatte 18 Zoll, je nach Ausstattung gibt es aber auch 16 oder 17 Zoll.
Verbrauch/Preis
Wie viel Sprit braucht der Mildhybrid? Wir kamen auf exakt 6,0 Liter, was ein Liter über der Werksangabe liegt. Opel selbst nennt jedoch abhängig vom Streckenprofil eine Bandbreite zwischen 4,5 und 5,6 Liter. Aber auch die sechs Liter sind gemessen am Format des Astra ST in Ordnung.

Opel Astra Sports Tourer (2026) und Kadett A Caravan
Bild von: Opel
Preislich beginnt der Kombi auf dem deutschen Markt bei 34.890 Euro. Zwar mit ordentlicher Serienausstattung, aber eine Hausnummer ist das trotzdem. Wo steht die Konkurrenz? Interessant wird die Einsortierung des neuen Dacia Striker werden, der bei unter 25.000 Euro starten soll. Ein VW Golf Variant mit 150 PS starkem 1.5 TSI kostet mindestens 35.430 Euro, der neue Kia K4 Sportswagon liegt bei 35.390 Euro mit derselben Leistung.
Fazit: 7,5/10
Auch im Jahr 2026 bleibt der Astra Kombi das, was er (und seine Kadett-Ahnen) immer schon waren: Ein solider Familienfreund ohne extrem herausstechende Eigenschaften, aber auch ohne Allüren. Etwas mehr Feinschliff hier und da hätte zum Facelift gut getan. Doch für Kind und Kegel bleibt der Sports Tourer eine Empfehlung. Pluspunkte sammelt der Mildhybrid-Benziner beim Verbrauch. Unser Tipp: Achten Sie auf Sonderaktionen beim Opel-Händler.
Pro
- großer Kofferraum
- gute Bedienung
- ansprechendes Design
Kontra
- Hartplastik im Cockpit
- nicht immer kultivierter Antrieb
- relativ teuer
Weitere Alternativen zum Astra Kombi:
Opel Combo: Als Benziner jetzt für 26.590 Euro
Dacia Jogger Hybrid 155 (2026) im Test: Noch ein bisschen besser
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