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Aiways U5 im Test: Überraschend gut, aber Kälte kann er gar nicht

Das China-SUV macht sehr viel richtig, aber im Winter muss man sich einschränken

Das chinesische Elektro-SUV Aiways U5 im Test und im Winter-Reichweiten-Check.

Stefan Wagner Stefan Wagner

Von: Stefan Wagner

30. Jan. 2022 um 15:07 Uhr

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Was ist das?

Zumindest die ambitionierteren Elektroauto-Fans unter Ihnen dürften Bescheid wissen, wenn sie dem Auto mit dem "Fünferpasch"-Logo begegnen. Von außen hat der Aiways U5 ja so ein bisschen den Charme eines Baumarkt-Spezialangebots. Wäre aber auch möglich, dass Deutschlands größtes Boulevardblatt das neue "Volksauto" ausgerufen hat - "nur 29.99 im Monat, wenn Sie ein Plus-Abo haben". So in der Richtung. 

Aber ich höre schon auf, denn den Spott haben Auto und Unternehmen nun wirklich nicht verdient. Aiways gibt es ja erst seit 2017. Seit 2020 ist der U5 in Europa erhältlich. Das ist schon eine Leistung. Selbst wenn die Verkäufe bisher noch recht überschaubar sind. 3.000 Fahrzeuge hat man 2021 auf dem alten Kontinent abgesetzt (zu Hause in China waren es genauso viele). Größtenteils mit Hilfe der Elektronik-Kette Euronics. Gewartet wird übrigens bei ATU. So spart man sich - ganz neumodisch - das eigene Händlernetz. 

Aiways U5 (2022) im Test

Aiways U5 (2022) im Test

Wie das in Zukunft weitergehen soll, wird sich zeigen. Für 2022 strebt der Hersteller ein beträchtliches Wachstum an, will fünfstellig verkaufen. Dafür hat man auch das Management umstrukturiert. Der neue CEO kommt vom heimischen Konkurrenten Nio. Zudem wird mit dem U6, quasi der aufgebrezelten Coupé-Version des U5, ein zweites Modell eingeführt.

Aber zurück zu unserem Testkandidaten. Der U5 hat mit 4,68 Meter in etwa BMW-iX3- oder Mercedes-EQC-Format. Sein E-Motor überträgt maximal 204 PS und 310 Nm an die Vorderräder. Den 63-kWh-Lithium-Ionen-Akku stellt der größte chinesische Hersteller CATL. Von 0-100 km/h geht es bestenfalls in 7,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. 

Offiziell gibt Aiways die Reichweite seines Erstlings mit knapp über 400 Kilometer an. Außerdem soll man ihn mit bis zu 90 kW laden können. Dazu schon jetzt ein kleiner Spoiler: An kälteren Tagen (und so kalt müssen die gar nicht sein) können Sie diese Werte aber mal so richtig vergessen. 

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Das macht den U5 nicht zwangsweise zur Gurke. Da gibt es so einige Premium-Kandidaten, die im Winter ebenfalls ordentlich die Hosen runter lassen müssen. Denen gegenüber hat der U5 einen immensen Vorteil: Er startet vor Umweltprämie bei 38.970 Euro. Mit absolut voller Hütte - und die ist dann wirklich ziemlich voll - liegt das Auto bei 42.070 Euro. 

Wie das chinesische Elektro-SUV fahrdynamisch und bedientechnisch abschneidet und wie es im Winter wirklich um Reichweite und Ladegeschwindigkeit bestellt ist, lesen Sie auf InsideEVs, unserer Schwesterseite rund um das Thema Elektromobilität. Hier geht's zum ausführlichen Test. 

Bildergalerie: Aiways U5 (2022) im Test

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Aiways U5 (2022) im Test

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Bild von: Fabian Grass

Technische Daten und Preise Aiways U5 Premium

Motor Elektromotor

Getriebeart 1-Gang-Automatik

Antrieb Vorderradantrieb

Leistung 150 kW (204 PS)

Max. Drehmoment 315 Nm

Beschleunigung 0-100 km/h 7,7 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit 160 km/h

Länge 4,68 Meter

Breite 1,87 Meter

Höhe 1,70 Meter

Leergewicht 1.845 kg

Zuladung 310 kg

Anhängelast 1.500 kg

Batterie 63 kWh

Ladeanschluss AC: 6,6 kW; DC: 90 kW

Elektrische Reichweite WLTP: 410 km; im Test: 280 km

Verbrauch WLTP: 17 kWh/100 km; im Test: 24-26,5 kWh/100 km

Kofferraumvolumen 432-1.555 Liter

Aufladezeit Werksangabe: DC 20-80 % in 35 Minuten; im Test: DC 10-80 Prozent in 60 Minuten

Basispreis 42.070 Euro

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