Home

News

Auto News

Neue Konkurrenz für BMW und Mercedes? Aito kommt nach Europa

Ein Hauch Mercedes: Die chinesische Marke setzt auf große SUVs, Premium-Ambiente und viel (Huawei-)Technik

Aito 9

Bild von: Aito

Christopher Otto Christopher Otto

Von: Christopher Otto

13. Okt. um 09:54 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

Auch als erfahrener Automobiljournalist gerät man derzeit an seine Grenzen. Überall sieht man chinesische Autos, deren Marken oder gar Modelle man noch nie gesehen oder gehört hat. Vor allem auf dem Pariser Auto Salon gaben die Chinesen richtig Gas. Unser Hotel zum Beispiel hatte großflächig die Marke LI Auto belegt. Nie gehört? Wir auch nicht.

Ein weiterer ernstzunehmender Newscomer ist Aito. Die Marke des Seres-Konzerns kündigt auf dem Pariser Autosalon ihren europäischen Marktstart für Herbst 2027 an. Dazu zeigt sie gleich vier SUVs namens 6, 7, 8 und 9. Große Autos, viel Komfort und reichlich Technik bestimmen das Angebot. Welche davon zuerst zu uns kommen, verrät Aito allerdings noch nicht.

Aito Europastart

Bild von: Aito

Aito entstand im Dezember 2021 und setzt auf die Zusammenarbeit mit Huawei. Der Technikkonzern liefert unter anderem Software für Cockpit und Fahrassistenz. Der Name steht für "Adding Intelligence to Auto". Hinter dem vergleichsweise jungen Namen steckt inzwischen ein erhebliches Geschäft. Nach eigenen Angaben überschritt die Marke bereits nach 46 Monaten die Marke von einer Million ausgelieferten Fahrzeugen.

Vier SUVs, zwei Antriebskonzepte

Die Pariser Auswahl besteht durchgehend aus SUVs. In China heißen die entsprechenden Modelle M6, M7, M8 und M9. Dort bietet Aito sie sowohl als reine Elektroautos als auch mit Range Extender an. Bei diesem Konzept erzeugt ein Benzinmotor Strom für den elektrischen Antrieb. Die Batterie lässt sich zusätzlich an der Steckdose laden. Welche Antriebe Aito für Europa auswählt, steht noch aus.

Bei unserer Sitzprobe in Paris fällt ein deutlicher Sternenhauch auf. Offenbar ließ sich Aito von Mercedes inspirieren, ohne aber komplett zu kopieren. Alles wirkt sehr edel und auch das Außendesign setzt auf elegante Wuchtigkeit.

Aito 9

Bild von: Aito

Aito 6 und 7, schon die kleineren sind groß

Der Aito 6 misst als chinesischer M6 bereits 4,96 Meter und bietet fünf Sitzplätze. Sein Radstand beträgt 2,95 Meter. Damit ist selbst das kleinste der vier Messemodelle alles andere als ein kompaktes SUV. Für die elektrische Langstreckenversion nennt der Hersteller bis zu 760 Kilometer CLTC-Reichweite. Je nach Ausführung gehören Sitzheizung, Belüftung und Massage zum Komfortangebot.

Eine Nummer darüber steht der Aito 7. Der aktuelle chinesische M7 wächst auf 5,08 Meter Länge und 3,03 Meter Radstand. Käufer können zwischen fünf und sechs Sitzen wählen. Die Sechssitzer verteilen ihre Plätze auf drei Reihen. Auch hier stehen Elektroantrieb und Range Extender zur Wahl. Zur Ausstattung zählt unter anderem ein Kühlschrank, der Getränke kühlen oder warm halten kann.

Aito 7

Bild von: Aito

Aito 8 und 9, mehr Platz und mehr Luxus

Der Aito 8 richtet sich ebenfalls an Familien, legt bei den Abmessungen aber noch einmal zu. Sein chinesisches Pendant M8 misst 5,19 Meter, der Radstand beträgt 3,105 Meter. Auch ihn gibt es mit fünf oder sechs Sitzen. Aito setzt unter anderem auf Nappaleder und eine Luftfederung mit verstellbarer Fahrzeughöhe. In der sechssitzigen Ausführung bietet die zweite Reihe besonders weit verstellbare Komfortsitze.

Das Spitzenmodell Aito 9 erreicht als aktueller M9 in China 5,285 Meter Länge. Damit bewegt es sich in der Größenklasse von BMW X7 und Mercedes GLS. Die elektrische Ausführung besitzt eine 120-kWh-Batterie, für die Aito 750 Kilometer CLTC-Reichweite nennt. Beim Range Extender fasst der Akku 75 kWh. Zur Technik zählen eine je nach Version optionale aktive Federung und ein Projektionssystem für die Unterhaltung im Innenraum.

Aito 9

Bild von: Aito

Was vor dem Europastart noch passieren soll

Bis Herbst 2027 plant Aito die Anpassung an europäische Straßen und Fahrgewohnheiten. Dazu gehören auch die Fahr- und Parkassistenten. Parallel bereitet die Marke die europäische Typgenehmigung vor und strebt fünf Sterne im Euro-NCAP-Test nach den Vorgaben von 2026 an.

Außerdem will Aito ein lokales Servicenetz mit Ersatzteilversorgung, Diagnoseangeboten und Kundendienstteams aufbauen. Preise, konkrete Startländer und die endgültige Modellpalette fehlen bislang. Auch einen gesonderten Termin für Deutschland nennt die Ankündigung noch nicht. Wer sich für eines der großen SUVs interessiert, muss deshalb auf die europäische Preisliste und die verbindlichen Ausstattungsdaten warten.

Mehr China-News:

BYD und Geely scheitern bei Qualitätskontrollen: China ordnet landesweite Inspektionen an

China gegen den Rest der Welt: Machtverhältnisse verschieben sich

Quelle: Aito

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland



Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?



Mitsubishi bringt Outlander und Eclipse Cross als Taxi



Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?



Nissan Pixo (2026): Innenraum und Kofferraum im Detail betrachtet



Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...



Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus