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China gegen den Rest der Welt: Machtverhältnisse verschieben sich

Hersteller haben seit 2019 12,55 Millionen Verkäufe verloren, chinesische 14,61 Millionen hinzugewonnen

M1 Numbers
Bild von: Motor1.com

Die Neuordnung des globalen Automarkts bringt weiterhin überraschende Ergebnisse hervor. Erst der drastische Rückgang des europäischen Pkw-Markts zwischen der Vor-Pandemie-Zeit (2019) und heute (Gesamtjahr 2025). Dann der schnelle Wandel der chinesischen Verbraucherpräferenzen hinsichtlich der Herkunft von Marken.

Jetzt folgen weitere bemerkenswerte Daten, die bestätigen, wie sehr der chinesische Markt aktuell am Status quo der traditionellen Hersteller nagen. Meine Analyse der weltweiten Verkäufe von Pkw nach Automobilherstellern in den Jahren 2019 und 2025 zeigt das ganze Ausmaß der Herausforderung, vor der die Konzerne aus Europa, Amerika, Korea und Japan stehen.

Den Daten zufolge verkauften die sogenannten traditionellen Automobilhersteller aus diesen Märkten im Jahr 2025 weltweit 63,40 Millionen Fahrzeuge. Diese Summe umfasst die Verkäufe von 22 verschiedenen Herstellern: Neun aus Europa, acht aus Japan, drei aus Korea und zwei aus den USA (Stellantis wird dabei als europäischer Hersteller betrachtet). Noch deutlicher wird die Entwicklung im Vergleich zu 2019, als die Verkäufe 75,95 Millionen Einheiten erreicht hatten.

M1 Numbers: China gegen den Rest der Welt

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Bild von: Motor1.com

Anders gesagt: In sechs Jahren haben diese Hersteller 12,55 Millionen Fahrzeuge weniger verkauft. Bei einem Absatzrückgang von 17 Prozent zwischen 2019 und 2025 sank ihr gemeinsamer Anteil am Weltmarkt von rund 82 Prozent im Jahr 2019 auf 68 Prozent im vergangenen Jahr. Damit bleiben sie zwar die wichtigsten Akteure am globalen Markt, sind dort aber bei Weitem nicht unangefochten.

Der Aufstieg der chinesischen Autoindustrie

Der Rückgang ihrer Verkäufe lässt sich vor allem durch das Wachstum der chinesischen Automobilindustrie erklären. Im Jahr 2019, als chinesische Hersteller ihre Autos kaum exportierten, verkauften die 18 wichtigsten chinesischen Automobilhersteller rund 8,73 Millionen Fahrzeuge. Damals lag ihr Anteil am Heimatmarkt bei lediglich 36 Prozent – die Mehrheit der chinesischen Autofahrer bevorzugte also ausländische Marken.

M1 Numbers: China gegen den Rest der Welt

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Bild von: Motor1.com

Nach der Pandemie begann sich die Lage rasch zu verändern, angetrieben von einer starken Produktoffensive und neuen Technologien der lokalen Hersteller. Im Jahr 2025 entfielen auf chinesische Automarken 64 Prozent der gesamten Verkäufe. Ihre Expansion beschränkte sich jedoch nicht auf den Binnenmarkt.

Im vergangenen Jahr verkauften diese chinesischen Hersteller weltweit 23,34 Millionen Fahrzeuge – ein Plus von 14,61 Millionen Einheiten gegenüber 2019. Damit haben sie die Verluste der traditionellen Hersteller praktisch mehr als ausgeglichen.

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Hinzu kommt das Wachstum von Tesla sowie von Herstellern aus aufstrebenden Volkswirtschaften, etwa Tata und Mahindra aus Indien, VinFast aus Vietnam sowie Proton und Perodua aus Malaysia.

Die langjährige Dominanz amerikanischer, japanischer und europäischer Hersteller am Weltmarkt nähert sich wohl so langsam ihrem Ende.

Der Autor des Artikels,  Felipe Munoz, ist erfahrener Analyst der Automobilindustrie und Content Creator von  Car Industry Analysis  in den sozialen Medien.