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McLaren bestätigt erstes Hybrid-Performance-SUV für 2028

McLarens Hybrid-SUV kommt 2028 mit dem Codenamen P47. Noch davor peilt man mit dem Hybrid-Supersportler P34 810 PS an.

McLaren 'P47' SUV-Rendering von Motor1
Bild von: Theophilus Chin | Motor1

McLaren hat bislang noch nie ein Serienfahrzeug mit mehr als zwei Sitzen gebaut. Am 16. September bestätigte der britische Supersportwagenhersteller eine Investition von 500 Millionen Pfund (rund 580 Millionen Euro) in seine britischen Fertigungs- und Entwicklungsstandorte – und verknüpfte diese Summe direkt mit seinem ersten Performance-SUV.

Hinter dem Vorhaben steht die Investmentgesellschaft L'IMAD Holdings aus Abu Dhabi, die kürzlich McLaren Automotive sowie eine nicht kontrollierende Beteiligung am Formel-1-Geschäft übernommen hat. Offiziellen Angaben zufolge umfasst das Programm den Ausbau von Forschungs- und Entwicklungsstandorten sowie der Fahrzeugproduktion, einschließlich einer künftigen Motorenfertigung im eigenen Haus für kommende Modelle.

Bildergalerie: McLaren 'P47' SUV Rendering von Motor1

Was McLaren bislang bestätigt hat

McLaren-CEO Nick Collins hat das SUV direkt mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens verknüpft und es als zentralen Baustein für Margen beschrieben, die mit denen von Ferrari konkurrieren sollen. Jüngste Aussagen von McLaren und Regierungsvertretern positionieren das SUV als wichtigen Faktor, um die Erträge zu steigern.

Händlerbriefings nennen den internen Codenamen P47 und beschreiben das Modell als viertüriges, fünfsitziges SUV mit einer Karosserie, die größer ausfällt als alles, was ein McLaren mit mehr als zwei Sitzen bislang genutzt hat. Ein den Händlern vorgestelltes Tonmodell soll 24-Zoll-Räder und eine stark modellierte Karosserie gezeigt haben.

McLarens eigene Mitteilung zur Investition von 500 Millionen Pfund beschreibt das SUV als Hybridmodell. Künftige Motoren sollen erstmals im eigenen Haus gefertigt werden, statt vollständig von Partnern zu stammen. Dieselbe Finanzierung deckt auch die Entwicklungsarbeit hinter diesem Antriebswechsel sowie die Erweiterung der Werksflächen ab.

Auch der Zeitplan deckt sich in den bisherigen Berichten. Das SUV wird nicht vor 2028 in den Showrooms erwartet. McLaren hat zudem signalisiert, bis dahin jedes Jahr mindestens ein neues Modell auf den Markt zu bringen.

McLaren-Produktionszentrum

McLaren-Produktionszentrum

Foto: McLaren

Wie McLarens SUV Ferrari Purosangue und Lamborghini Urus ins Visier nimmt

McLaren zielt nicht auf klassische Familien-SUV-Käufer. Der P47 wird als performanceorientiertes Utility Vehicle beschrieben, in der Größe eher in Richtung Porsche Cayenne Turbo GT und klar auf das Segment ausgerichtet, das Ferrari und Lamborghini bereits besetzen.

Der Purosangue und der Urus haben gezeigt, dass Supersportwagenmarken viertürige Utility-Modelle verkaufen können, ohne ihr Image zu verwässern – und beide erzielen hohe Margen. Angesichts der vergleichsweise niedrigen Jahresvolumina von McLaren ist es wohl goldrichtig, hier anzusetzen.

Das SUV wird nicht allein kommen. Händlerbriefings nennen außerdem einen Hybrid-Supersportwagen mit Mittelmotor und dem Codenamen P34. Er soll mit einem V6-Biturbo auf rund 810 PS kommen und 2027 starten.

Für den P34 peilen die Briten für das erste Jahr 1.000 Einheiten an. Auch ein GT mit Frontmotor ist Teil der Roadmap. Auch hier könnte es erstmals mehr als zwei Sitzplätze geben.

Nach Angaben der britischen Regierung soll das 500-Millionen-Pfund-Programm Forschung, Entwicklung und Produktion in South Yorkshire ausbauen und mit dem Hochlauf der neuen Anlage 4.000 Arbeitsplätze schaffen.


Motor1 meint: McLaren setzt darauf, dass ein alltagstauglicher Viertürer die Sportwagenpalette finanziert und erweitert. Ob Enthusiasten diesen Wandel akzeptieren, wird davon abhängen, ob Fahrcharakter und Exklusivität erhalten bleiben. Entscheidend wird sein, wo das neue Werk entsteht und wie schnell McLaren die Antriebsentwicklung ins eigene Haus holt. Diese Schritte werden zeigen, ob McLaren wachsen kann, ohne den technischen Fokus zu verlieren.