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Für eine persönlichere Erfahrung

Porsche 911 GT3 Bergsport: Deutschland geht leer aus

100 Exemplare der Berg-Hatz-Hommage für vier europäische Länder, die zweifelsfrei Berge haben. Aber was ist mit uns?

Porsche 911 GT3 Bergsport
Bild von: Porsche
Stefan Wagner Stefan Wagner

"Ja Sappralot", würde der süddeutsche Grantler jetzt wohl verstimmt ausstoßen, "Berg' hamm mir doch aa". Ja, bekanntermaßen gibt es auch in Bayern den ein oder anderen alpinen Fleck Erde, dennoch wird es das neueste Elfer-Sondermodell namens 911 GT3 Bergsport hierzulande nicht geben. 

Die sogenannte "Hommage an das alpine Fahrerlebnis" entspringt nämlich einem Vorstoß von Porsche Schweiz. Es kommt immer wieder vor, dass einzelne Porsche-Märkte klar umrissene Sondermodelle in Auftrag geben, die relativ marktspezifisch sind. 

Mit dem neuen GT3 Bergsport hatte Porsche Deutschland also rein gar nix zu tun. Dafür dürfen sich die Sammler in Österreich, Frankreich und Italien freuen, denn in diesen Märkten wird es die Hügel-Hommage ebenfalls geben.  

Lediglich 100 Exemplare wird die Porsche Exclusive Manufaktur aufbauen, jedes davon soll die tiefe Verbundenheit des Sportwagenherstellers mit der alpinen Bergwelt demonstrieren. Basis ist der aktuelle 911 GT3 mit Touring-Paket. Seine Weltpremiere feiert das Modell am 3. September 2026 bei der Arosa ClassicCar – auf jener 7,3 Kilometer langen Strecke, die in 76 Kurven um rund 422 Meter ansteigt und auf der einst Porsches Bergspyder-Rennwagen unterwegs waren.

Porsche 911 GT3 Bergsport: Hommage an alpine Straßen

Porsche beschreibt das Auto als Modell, das „puren Fahrspaß mit von den Alpen inspirierten Designelementen“ verbindet – und die Gestaltung unterstreicht diesen Anspruch. Auffälligstes Merkmal ist die neue Lackfarbe Valleygreenmetallic, die im Rahmen des Paint-to-Sample-Plus-Programms speziell für diese Kleinserie entwickelt wurde.

Im Innenraum erhalten die Käufer die klappbaren Carbon-Schalensitze mit Sonderleder ebenfalls in Valleygreen mit Ziernähten, deren Muster an Berggipfel erinnert – ein Detail, das es bei keinem regulären 911-GT3 gibt. Trotz seines Fokus auf das Fahrerlebnis verfügt der GT3 Bergsport über ein Rücksitzsystem. Ziernähte in Orange sowie eingestickte „GT3“-Schriftzüge gibt es auf den Kopfstützen. Weitere orangene Akzente setzen der Zündschalter, das Gaspedal, die 12-Uhr-Markierung am Lenkrad, das Schaltschema des manuellen Schalthebels sowie Details des Sport-Chrono-Pakets mit Porsche Design GT-Uhr.

Technisch setzt der Bergsport auf das Leichtbau-Paket. Dazu gehören hier jedoch "besonders robuste" Aluminiumräder, die anstelle der sonst verbauten Magnesium-Räder zum Einsatz kommen. Pflicht ist hier freilich das Sechsgang-Schaltgetriebe, das gerade auf Passstraßen doch deutlich eher zu Hause ist als das PDK. Ein Vorderachs-Liftsystem hilft bei steilen Einfahrten und engen Kehren, während der 90-Liter-Tank die Reichweite für lange Tourentage in den Alpen erhöht – statt nur kurze Stints auf der Rennstrecke zu ermöglichen.

Porsche ordnet das Projekt als Verbindung aus „der technischen Kompetenz des aktuellen 911 GT3 und einem Design, das die enge Beziehung der Marke zur Alpenregion widerspiegelt“ ein. Diese Verbindung geht über reine Marketingformulierungen hinaus. Der Name Bergspyder ist Teil der Porsche-Historie zweckorientierter europäischer Bergrenn-Spezialisten. Der Bergsport ist die moderne, straßenzugelassene Referenz an diese Linie – im starken Gegensatz zu Tracktools wie dem 911 GT3 mit Manthey-Paket.

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Porsche 911 GT3 Bergsport

Foto: Porsche

Der Bergsport übernimmt den frei saugenden 4,0-Liter-Boxermotor des regulären 911 GT3. Er leistet 375 kW (510 PS) und schickt 450 Nm an die Hinterräder. Das passt zum Konzept einer straßenzugelassenen Bergrenn-Hommage, denn im Mittelpunkt stehen hohe Drehzahlen und Handschaltung statt noch mehr Leistung. 

Zu Preisen und Marktstart des 911 GT3 Bergsport haben die Zuffenhausener bisher noch keine Angaben gemacht.