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BMW M-Motoren werden strengeren Regularien trotzen: „Wir haben vor, weiterzumachen“
BMW M-Chef van Meel sagt, die eigenen Motoren werden auch unter Euro-7-Vorschriften nicht schwächer werden

Bild von: BMW

Von: Jeff Perez
Übersetzt von: Stefan Wagner
Veröffentlicht von: Stefan Wagner
21. Jul. 2025 um 18:07 Uhr
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Wer sich heute für ein neues Performance-Auto von BMW interessiert, erwartet aller Voraussicht nach einen Reihensechszylinder oder einen V8. Doch in Zeiten von Downsizing, Elektrifizierung und den weltweit immer weiter anziehenden Emissionsvorschriften, ist es alles andere als einfach, solche Motoren am Leben zu erhalten. Diverse Hersteller mussten dies schon leidvoll erfahren.
Die Münchner aber wollen nicht klein beigeben. Trotz einer ganz neuen Generation von Elektrofahrzeugen, die bald auf den Markt kommt, hält BMW an seinen charakteristischen Verbrennern fest und plant, sie auch in der nächsten Generation sportlicher Modelle weiter anzubieten.
Beim Goodwood Festival of Speed erklärte BMW M-Chef Frank van Meel gegenüber Autocar, dass sowohl der Reihensechszylinder als auch der V8 die Einführung der strengen Euro-7-Norm überstehen werden. Noch besser: Die beiden Triebwerke sollen dies ohne nennenswerte Leistungseinbußen tun.
Van Meel erklärte, wie das gelingen soll:
„Normalerweise wird bei starker Leistung mit zusätzlichem Kraftstoff gekühlt. Mit Euro 7 ist das nicht mehr erlaubt. Daher müssen wir neue Wege finden, um den Temperaturanstieg zu kontrollieren. Der Verbrennungsprozess muss effizienter gestaltet werden – sowohl in Bezug auf die Hitzeentwicklung als auch auf die Kühlung. Natürlich könnte man einfach die Leistung drosseln, aber genau das wollen wir nicht. Unser Ziel ist es, auch mit Lambda 1 – also einer idealen Luft-Kraftstoff-Mischung – die volle Leistung zu erhalten.“
Für BMW sind diese Motoren ein zentraler Bestandteil der Markenidentität, insbesondere im Performance-Bereich. Der aktuelle M2, M3 und M4 setzen alle auf verschiedene Varianten des doppelt aufgeladenen 3,0-Liter-Reihensechszylinders. Der neue M5 und der XM kombinieren hingegen den V8 mit einem Plug-in-Hybridantrieb.
Zwar nannte van Meel keine konkreten technischen Details zur Anpassung der Motoren an die Euro-7-Vorgaben, sprach aber von „sehr interessanten“ Neuerungen, über die zu einem späteren Zeitpunkt mehr verraten werde.
Gefragt, ob BMW jemals in Erwägung ziehen würde, kleinere Drei- oder Vierzylindermotoren in den M-Modellen einzusetzen, antwortete van Meel entschieden: „Nein… der Reihensechszylinder gehört zu unserem Erbe, und der V8 hat eine lange Tradition im Motorsport. Wir wollen diesen Weg fortsetzen.“
Es ist nicht das erste Mal, dass BMW seine Haltung gegenüber Verbrennungsmotoren bekräftigt.
Erst vor wenigen Wochen erklärte BMW-CEO Oliver Zipse, dass der Verbrennungsmotor das „Fundament“ der Marke sei. Man arbeite daher konsequent daran, jedes Triebwerk – vom einfachen Dreizylinder bis zum leistungsstarken V8 – so weiterzuentwickeln, dass es auch unter der Euro-7-Norm bestehen kann.
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Quelle: Autocar
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